Wer unterstützt uns auch NACH den Wahlen? (NL 20/13)

Wahlkampf ist und wie beim letzten Mal stehen die EPUs kurz im Mittelpunkt.
Doch wer kümmert sich auch nach der
Wahl um deren/unsere berechtigte Anliegen?

Wen also am 29. September wählen?

Im Kurier macht sich Andreas Schieder, Staatssekretär der SPÖ im Finanzministerium, Gedanken über die EPUs, die EinPersonenUnternehmen. Diese sind in den letzten Jahren wie die Schwammerl aus dem Boden geschossen. Nicht alle freiwillig. Denn für viele ab 40 ist der Weg in die Selbständigkeit der Weg aus der erzwungenen Arbeitslosigkeit. Und viele Firmen lagern Arbeiten und damit verbundene Jobs gerne an „Neue Selbständige“ aus, um damit Fixkosten und Sozialabgaben zu sparen.  Auch viele Versicherungsagenturen sind so entstanden. Dieser Trend wurde für unsere Branche sogar schon 2010 wissenschaftlich untersucht. Wir haben bereits damals über die Studie „Abhängige Selbständigkeit in der Versicherungswirtschaft“ berichtet.

Diese neuen wirtschaftlichen  „Gepflogenheiten“ und die wirtschaftlichen Machtverhältnisse (großer Versicherer hier, kleiner Agent da) sind eine Ursache für die unfairen Rahmenbedingungen, die sich in vielen Agenturverträgen wiederspiegeln. So ist wohl zu erklären, dass die Agenten bis heute keine Provisionsweiterzahlung bei Kündigung erhalten. Makler und angestellte Außendienstmitarbeiter dagegen kennen eine solche Schlechterstellung nicht.

In den letzten 10 Jahren sind also ca. 370.000 EPUs und Kleinst-Unternehmen entstanden, um die sich kaum jemand als Interessensvertretung kümmert. Die Arbeiterkammer kümmert sich traditionell um Arbeiter und Angestellte. Nicht um die EPUs, weil die sind ja Unternehmer. Und in der Wirtschaftskammer gibt es auch keine wirkungsvolle Lobby, weil die Interessen dieser Kleinen oft die Interessen von großen Unternehmen beschneiden würden. Die Versicherungsagenten sind hier ein sehr gutes Beispiel – wie man an Hand des jahrelangen Kampfes um die gesetzlich zwingende Provisionsweiterzahlung im Kündigungsfalle der Agenten sehr gut erkennen kann. 
Also fallen diese Kleinst-Unternehmen, die aber für die Österreichische Wirtschaft von großer Bedeutung geworden sind, oft durch den Rost.

Nur VOR den Wahlen, egal ob für den Nationalrat oder für die Wirtschaftskammer, entdeckt man plötzlich diese Kleinst-Unternehmer, weil sie mittlerweile eine riesige Masse an Wählerstimmen repräsentieren.

Zur Erinnerung: Vor der letzten Wirtschaftskammer-Wahl kam kurz Bewegung in den Kampf um faire Rahmenbedingungen der Agenten.

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