Unterschiedliche Konditionen bei gleichem Risiko darf es nicht geben (NL 22/15)

Und:
Wieder einmal hören wir von Herrn Riedlsperger „interessante“ Ausführungen!

Das Forum Alpbach ist ein beliebter Rahmen für Maklerobmann Riedlsperger, um den Berufstand der Makler über jenen der Agenten heben zu wollen. Verstärkt wurden diese Bemühungen vorige Woche durch Vorträge von Prof. Stefan Perner und RA Hans-Jörg Vogl zum Thema „unterschiedliche Rechtsstellung bei Versicherungsvermittlung“. Und auch heute finden wir neuerlich einen Beitrag im Versicherungsjournal, wo in einem anonymen Vergleich („Mystery shopping“) die Leistungen von Maklern und Angestellten von Versicherungen untersucht wurden. Wo auch wieder „mitschwingt“, dass die von den Maklern angebotenen Produkte besser seien.

Wörtlich heißt es „Die mittleren Prämien waren laut OGM bei Maklern um etwa 17 Prozent niedriger, die Versicherungssummen um 14 Prozent höher“.

Über dieses Thema „verschiedene Konditionen für gleiches Risiko“ haben wir in den letzten Jahren schon mehrmals, teilweise mit abenteuerlichen Beispielen aus der Praxis berichtet.

Zum Nachlesen eine kleine Reprise:

https://www.ivva.at/rufschaedigung-durch-das-eigene-haus-ein-erlebnis-der-besonderen-art/
https://www.ivva.at/wie-vergraule-ich-kunden-ein-praxisbeispiel-nl-3314/
https://www.ivva.at/ist-angestellter-der-optimale-vertriebsweg-fuer-kunden-nl-5812/
https://www.ivva.at/makler-netzwerke-als-gefahr-fuer-agenten-und-versicherungsgemeinschaft/ https://www.ivva.at/vergleich-der-vertriebswege-agent-und-makler/

Immer wieder wurde und wird uns über Fälle berichtet, wo dem Kunden eines Agenten – manchmal sogar aus dem eigenen Haus – über einen Makler – ein Vertrag mit geringerer Prämie angeboten wurde. Oft sogar mit einem für den Kunden besseren Deckungsumfang. Der Kunde freut sich. Nicht aber der Agent, der im Extremfall einen langjährigen Kunden verloren hat, weil dieser glaubt, dass er ihn jahrelang eine zu teure Prämie verrechnet hätte.

Außerdem widerspricht es komplett dem Versicherungsgedanken! Denn danach sollten alle Personen mit dem gleichen Risiko auch die gleiche Prämie bezahlen, um dieses Risiko abzudecken und dann im Schadensfall den versprochenen finanziellen Ausgleich zu erhalten. So wird das Risiko auf die Risikogemeinschaft gleichermaßen verteilt.

Und da kann es wohl nicht so sein, dass ein- und das gleiche Risiko mit unterschiedlichen Konditionen abgedeckt werden kann, je nachdem, ob der Vertrag beim Makler oder Agenten oder einem Angestellten einer Versicherung abgeschlossen worden ist.

Doch nun zurück zu den Ausführungen von Makler-Obmann Riedlsperger:

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