Der Agent wird wegdigitalisiert – kann das gut gehen? (NL 21/16)

Wo bleibt die umfassende Beratung durch den Fachmann?

Seit geraumer Zeit ist man dem exklusiven Vertrieb, allen voran den Agenten, auf den Fersen. Da sie Provisionsleistungen in Millionenhöhe verschlingen, kommt so mancher auf die Idee „Diese Kosten müssen nicht sein“, denn sie drücken brutal auf die Ertragssituation der Versicherungskonzerne. Lange dachte man, dass die Reduzierung des Verwaltungsapparates den gewünschten Erfolg einer Kostenstraffung bringe. Doch nun hat die Digitalisierung Einzug in die Denkerwerkstätten der Konzerne gehalten. Ganze Heerschaaren an Management- Personal machen sich an die Arbeit. Hier heißt es für Agenten wachsam zu sein, denn hinter diesem breit angelegten Begriff lässt sich viel Unschönes für uns Agenten festmachen.

Denn mit der Digitalisierung beginnt die totale Kontrolle aller elektronischen Aktivitäten wie beispielsweise Angebotslegungen, Polizzen-Zugriffe und – das ist für manche wünschenswert – ein zentral geführter Kalender. Außerdem kann man mit der Digitalisierung sehr elegant Rabattmöglichkeiten und somit die Konkurrenzfähigkeit des Agenten einschränken.

Denn die Verwendung von Rabatten ist oftmals unerwünscht, hängt doch davon ab, ob die Konzerne und im Speziellen die Verantwortlichen ihre eigenen Zielvorgaben und damit ihre möglichen Entgeltaufbesserungen erreichen werden. Der Agent war immer ein Erfolgs-Garant, doch stören deren zunehmend artikulierten Begehrlichkeiten massiv. Deren Argumente wie: „Wir müssen auch finanziell erfolgreich sein, kostet doch der Betrieb einer Agentur einige zehntausend Euro pro Jahr“, oder „Wir leisten auch einen großen Beitrag zur Kundenbindung und Zufriedenheit“, müssen aus Sicht mancher Versicherer daher nachhaltig entkräftet werden.

Die Arbeitsbelastung der Agenten wurde in den letzten Jahren immer öfter durch Zusatzarbeit für Verwaltungs-, Auf- und Nachbereitungstätigkeiten erhöht. Rüst- und Wegzeit, sowie der tägliche Kampf gegen den ausufernden Preiskampf, hauptsächlich verursacht durch markante Unterschiede zwischen Markt- und Agenturtarifprämie, bedeuten für die meisten Agenturen, dass ihr Einkommen nicht proportional zum Aufwand steigt, eher sinkt.

Dem nicht genug, wird nun von einigen Versicherern die Internetschiene massiv ausgebaut.

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5 Kommentare
  1. Anonym (aber bekann) sagte:

    Entschuldigung aber du hast nicht die Rechte um diese Kommentare zu sehen!

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