CEO Effinger über Masseschäden, wichtige Kennziffern, Digitalisierung & Marktgeschehen (NL 10/18)

Dr Matthias Effinger, CEO ARAG

IVVA: Ich freue mich, dass es heuer wieder mit einem Termin zum bereits traditionellen Interview mit dem IVVA geklappt hat. Darf ich fragen, was hat sich im letzten Jahr getan? Den letzten Medienberichten entnehme ich, es war ein gutes Jahr.

Dr. Effinger: 2017 war ein sehr erfolgreiches Jahr für ARAG. Das Wachstum hat deutlich angezogen. Sowohl bei der Neu-Produktion, als auch beim Bestand gab es ein ordentliches Wachstum. Konkret sind die Bruttobeiträge um 4,8 Prozent angestiegen und zwar von 58,1 auf 61,8 Mio. Euro. Das reine Neugeschäft verbesserte sich im Vorjahresvergleich um 24,8 Prozent. Damit sind wir deutlich über den Markt gewachsen und konnten unseren Marktanteil weiter ausbauen.

IVVA: Umsatz ist das eine, aber wie schaute es mit dem Ertrag aus?

Dr. Effinger: Auch hinsichtlich Ertrag war es ein sehr gutes Jahr, das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist auf 20,1 Mio. Euro gewachsen. Unsere Combined ratio lag bei 72,6 Prozent (Anmerkung Redaktion: diese Kennziffer ist die Schaden-Kostenquote). Aber da muss man noch beachten, dass der österreichische Rechtsschutz-Markt ein sehr zyklischer ist. Es passieren immer wieder Masseschäden, die man dann jahrelang verdauen muss. Daher geben wir bei der Combined ratio nicht nur ein Schlaglicht, also eine Rückschau auf ein Jahr bekannt, sondern errechnen diese Kennzahl auch für einen längeren Zeitraum von 10 Jahren. Und da kommen wir auf eine Combined ratio von 105,7, auch eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr (108,3).

IVVA: Aber das bedeutet, dass Sie noch Masseschäden aus der Vergangenheit abarbeiten?

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