Vorstand Panhauser zum „Kampf“ Online – Vermittler und Folgen von Zusammenschlüssen (NL 29b/19)

Werner Panhauser, Vorstand Helvetia Vertrieb/Marketing

Im ersten Teil des Interviews sprach Vorstand Panhauser u.a. über die Vorbereitung der Helvetia auf die IDD, die Anpassungen der Agenturvereinbarungen, Produktblätter, POG und Schulungen der eigenen Mitarbeiter und des externen Vertriebs. Zum Nachlesen hier klicken…

Im 2. Teil des Interviews erfahren wir, wie Vorstand Panhauser die Online-Entwicklung sieht und ob bzw. wo er Chancen für menschliche Berater ortet(selbst wenn es sich um KMUs, EPUs handelt). Wo er die Gefahren der zahlreichen Zusammenschlüssen sieht und warum manche Märkte in Deutschland praktisch tot sind.  Und es keinesfalls gut für die Kunden ist, wenn die Preise ins Bodenlose fallen.

IVVA: Wie sehen Sie den Trend zu online Portalen und wo liegt deren Reiz für manche Kunden?

VST Panhauser: Diese Portale sind ein immer stärker werdender Trend, ein fixer Bestandteil des Marktes. Das geht auch nicht mehr weg. Die Technologien sind da und werden genutzt.

Der Online-Vertrieb ist noch nicht groß, aber wächst stetig.
Positiv ist, diese Portale führen zu mehr Transparenz am Markt. Wir als Versicherer müssen uns also noch mehr anstrengen.

Nachteilig ist, dass Kunden dann mit einem Pseudo-Fachwissen zum Vermittler kommen, was das Gespräch dann schwerer macht. Das ist ein wenig so, wie man seine Beschwerden im Internet nachliest und mit dieser Online-Diagnose zum Doktor geht. Der echte Doktor hat es dann ziemlich schwer, die Menschen von der Eigen-Diagnose wieder abzubringen und auf den rechten Weg zu führen.

Und beim Versicherungsberater ist es ähnlich. Der Kunde kommt mit ein paar Infos aus dem Internet. Der Berater muss nun noch genauer erklären, welche Leistungen in den einzelnen Produkten inkludiert sind und warum die womöglich ein wenig mehr kosten, als beim Angebot beim Online-Portal.

Der Berater kann nur gegen das Online-Portal bestehen, wenn er viel mehr seine Leistung in den Mittelpunkt stellt. Nicht nur über den Produktpreis argumentieren.

IVVA: Wie stufen Sie das Auftauchen von Fintechs/ InsureTechs ein? Also Online-Anbieter, die (neue) Dienste im Umkreis von Finanz und Versicherungen anbieten. Warum sind die so erfolgreich? Weiterlesen

Gute und schlechte Agenturverträge (NL 28/19)

Studieren Sie genau, was Sie unterschreiben und akzeptieren!

Agenturverträge sind in der Vermittlerbranche sehr unterschiedlich. Manche Versicherungsunternehmen bzw. deren Verantwortliche sind nicht imstande, faire und partnerschaftliche Agenturverträge anzubieten.

Leider sind dort Knebelverträge noch immer gang und gäbe, um Vermittler ans eigene Haus zu binden. Wobei Kündigungsdrohungen bei einseitigen Vertragsänderungen des VU – bei Nichtakzeptanz seitens des Vermittlers – keine Seltenheit sind. Vergessen wird sehr oft, dass es sich bei gewerblichen Vermittlern um selbständige Unternehmer handelt, deren Leistung nur bei Erfolg honoriert wird.

Andere Versicherer haben keine Probleme ihren Vermittlern Vertrauen entgegen zu bringen und faire und partnerschaftliche Verträge anzubieten. Erwarten aber auch, dass diese Vermittler dem Haus eine entsprechende Anzahl an neuen bzw. aktualisierten Versicherungsverträgen zuführen werden. Wettbewerbsfähige Produkte sind natürlich Voraussetzung. Denn zufriedene Kunden sichern nicht nur den Agenturen, sondern auch dem Versicherer die Zukunft.

Auf der Homepage des IVVA finden Sie geschätzte Mitglieder und Leser zahlreiche Agenturverträge mit entsprechenden Hinweisen, welche Passagen günstig / nachteilig sind. Zum Nachlesen der mehr als 40 Verträge und unserer Kommentare klicken Sie hier…
Allerdings wissen wir nicht genau, ob alle Verträge noch aktuell sind, da ständig neue Versionen ausgesandt werden. Sollten Sie also eine andere Version haben, bitten wir um Übermittlung an redaktion@ivva.at. Danke.

Werte Versicherer, sollte ihr Haus bereits aktuellere Verträge den Vermittlern anbieten, so werden wir gerne den aktuellen Stand präsentieren. Wobei Provisionssätze der Verträge nicht unseren Schwerpunkt darstellen bzw. nur wenn gewünscht veröffentlicht werden.

In diesem Sinne werden wir uns weiter bemühen, für partnergerechte Verträge ein Bewusstsein zu schaffen und damit den Berufstand der Versicherungsagenturen noch attraktivere zu gestalten helfen.

Das IVVA Team

Vorstand Panhauser zu Prüfpflichten des Versicherers nach IDD (NL 28b/19)

Werner Panhauser, Vorstand Helvetia Vertrieb/Marketing

IVVA: Ich freue mich, dass Sie sich wieder die Zeit nehmen, um mit dem IVVA über aktuelle Themen und Neuheiten zu sprechen. In Österreich wurde monatelang auf die IDD-Umsetzung gewartet. Wie hat sich durch die IDD das Marktumfeld für Sie, für die Agenten verändert?

VST Panhauser: Launisch könnte ich nun antworten: Wir haben die IDD, obwohl wir sie nicht bestellt hatten. Die IDD wurde durch Ereignisse verursacht, die nichts mit den österreichischen Vermittlermärkten zu tun hatten. Ja, in den anglikanischen Märkten kam es tatsächlich zu Fehlentwicklungen beim Verkauf, aber keinesfalls in dem Ausmaß, dass dies berechtigter Anlass für eine Verschärfung der Vermittler-Richtlinie gewesen sein könnte.

IVVA: Was ändert sich nun konkret für Sie bzw. die Agenten?

VST Panhauser: Die wichtigsten Punkte der IDD sind meiner Meinung nach einerseits die ganz klare Orientierung darauf, welches Produkt verkaufe ich wem (Schlagwort Zielmarkt). Und um die neuen gesetzlichen Bestimmungen diesbezüglich einzuhalten, muss ich den Weg zum Produkt genau dokumentieren.

Und der zweite wichtige Punkt ist: Welche Vereinbarung habe ich mit dem Versicherer. Gibt es da  Zuwachsvereinbarungen, die ausschließlich auf erreichte Mengen abzielen (also Mengenrabatt, der vielleicht zu Fehlberatung verlocken könnte). Das sollte man jedenfalls kritisch hinterfragen und ändern.

IVVA: Muss sich der Agent darum kümmern? Weiterlesen

Ihnen fehlen noch IDD-Schulungs-Stunden?

Sie suchen einen Schulungs-Notfallplan für 2019?
Es fehlen Ihnen als Gewerbeinhaber, Leitungsorgan oder betroffenem Mitarbeiter noch Stunden für die IDD Weiterbildung?

Sollten Sie die vollen 15 Stunden oder einige davon (noch) benötigen, bietet die IDD Akademie ein Angebot zu einem vernünftigen Preis.
Ausgewiesene Experten als Vortragende. 10 % Rabatt für IVVA Mitglieder als Bonus!


Unten anbei die Details zu den Seminaren in Wien & Graz:

Weiterlesen

Inserate zur Mitarbeiter-Suche

A) „Kundenberater/In für den Außendienst (Vollzeit) für alle Sparten (Sach-, Gewerbe-, Personen- und KFZ-Versicherungen)!

Wir sind eine selbständige Versicherungsagentur in Bregenz und suchen Mitarbeiter/In für den Bereich Kundenbetreuung und Verkauf. Es erwartet Sie ein angemessenes Fixum zuzüglich Provisionen sowie attraktive Karrieremöglichkeiten.

Ihre Aufgabenfelder: Betreuung von Bestandskunden, Neukundengewinnung, Angebotserstellung

Das bringen Sie mit: Berufserfahrung im Außendienst (BÖV-Prüfung), Zuverlässigkeit, Teamfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein, EDV-Kenntnisse und Motivation, Führerschein und KFZ.

Interesse? Bitte senden Sie Ihre vollständigen und aussagekräftigen Unterlagen an:
Agentur Dir. Helmut Wiedl, Römersraße 1-3, 6900 Bregenz, e-mail: helmut.wiedl@allianz.at

 

B) „Kundenberater/In für den Innendienst (Vollzeit) Frontoffice

Wir sind eine selbständige Versicherungsagentur in Bregenz und suchen Mitarbeiter/In für den Bereich Kundenbetreuung und Frontoffice. Es erwartet Sie ein angemessenes Gehalt sowie attraktive Karrieremöglichkeiten.

Ihre Aufgabenfelder: Betreuung von Bestandskunden, Verwaltungsarbeiten (Mahnwesen und Schadensbearbeitung), KFZ-Anmeldungen und Telefonie.

Das bringen Sie mit: Berufserfahrung für Bürotätigkeiten, Zuverlässigkeit, Teamfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein, EDV-Kenntnisse und Motivation, Führerschein und KFZ.

Interesse? Bitte senden Sie Ihre vollständigen und aussagekräftigen Unterlagen an:
Agentur Dir. Helmut Wiedl, Römersraße 1-3, 6900 Bregenz,e-mail: helmut.wiedl@allianz.at

Neues zum Mobilien-Leasing (NL 20b/19)

KFZ-Leasing ist weiter im Vormarsch. Schon Mobilien-Leasing (= Finanzierung von beweglichen Investitionsgütern) für sich entdeckt?

Der IVVA Agenturpartner checkleasing informiert über die Vorteile einer Leasingfinanzierung.

Die Finanzierung von Investitionsgütern ist eines der wichtigsten Sachen für jeden Unternehmer, um mit Maschinen und Gerätschaften am neuesten Stand zu sein. Das rasche und unkomplizierte Abwickeln einer solchen Finanzierung ist für ein Unternehmen daher von großer Bedeutung. KREDIT oder LEASING?

Vorteile bei einer Leasingfinanzierung:

Finanzierung ohne Sicherheiten – das Leasingobjekt ist i.d.R. ausreichend, um die Finanzierung zu besichern,
• bestehende Kreditlinien werden nicht beansprucht und bleiben somit für andere Erfordernisse frei,
• die Abwicklung von der Angebotserstellung bis zur Bewilligung lässt sich in wenigen Werktagen bewerkstelligen,
• die Konditionen sind äußerst attraktiv,
• es fallen neben der Verzinsung keine Kontoführungsgebühren, Spesen für Quartalsabschlüsse oder ähnliches an,
• bei Bedarf kann auch mittels Leasingkauf finanziert werden (z.B. bei Inanspruchnahme von Investitionsbegünstigungen oder wenn längere Laufzeiten erforderlich sind).

Für Sie als Vermittler ist der Aufwand äußerst gering.

Sie nennen den Finanzierungsbedarf, checkleasing macht den Rest.
Die Vermittler lukrieren die Provision zur Gänze, ohne Teilung.

Mehr zu checkleasing erfahren Sie hier… oder hier…

Wer braucht Datenschutzbeauftragten? Aufgaben? (NL 11b/18)

RA Mag. Stephan Novotny, Foto: Stephan Huger

Bisher war in die Bestellung eines Datenschutzbeauftragten nicht nötig. Doch ab dem 25.5.2018 müssen Unternehmen auch in Österreich zu prüfen, ob ein Datenschutzbeauftragter zu bestellen ist.

Unternehmen müssen einen Datenschutzbeauftragten bestellen, wenn

• die Kerntätigkeit in der Durchführung von Verarbeitungsvorgängen besteht, die aufgrund ihrer Art, ihres Umfanges und/oder ihrer Zwecke eine umfangreiche regelmäßige und systematische Überwachung von betroffenen Personen erforderlich machen.
Beispiele: Banken, Versicherungen, Kreditauskunfteien und Berufsdetektive.

• die Kerntätigkeit des Unternehmens in der umfangreichen Verarbeitung sensibler Daten oder von Daten über strafrechtliche Verurteilungen oder Straftaten besteht (z.B. Krankenanstalten).

Bei der genauen Auslegung dieser Definition wird wieder auf die „Art. 29-Gruppe“ verwiesen, über die wir bereits im Beitrag „Verfahrensverzeichnis, das wichtigste Dokument der DSGVO“ berichtet haben. Zum Nachlesen hier klicken…

Weiterlesen

Merkur: Aktueller Stand zu den Agenturverträgen (NL 6/18)

Merkur hat im November 2017 Vermittlerverträge mit 31.12.2017 gekündigt. Dabei wurden die im § 21 HVertrG zwingend geregelten Kündigungsfristen – für Versicherungsagenten – nicht eingehalten. Das bewirkt, dass diese Kündigungen unwirksam sind.

Wird aber vom Agenten die Kündigung akzeptiert und der neue Vertrag nicht angenommen, so ist umgehend ein Ausgleichsanspruch (§24 HVertrG) einzufordern.

Mit der Annahme des neuen Vertrages – wurde uns berichtet – wird nicht nur eine geringere Abschlussprovision sondern auch die Folgeprovision für die Krankenversicherung verloren gehen.

Wir können uns vorstellen, dass nun so mancher Vermittler daran denkt, den Kundenstock an ein anderes Haus zu vermitteln.

Leider konnten wir nicht eruieren, welche Beweggründe das Haus MERKUR veranlasst hat, solch eine Umgestaltung der Verträge für ihren selbständigen Vertrieb zu veranlassen. Aus unserer Sicht, ein partnerschaftliches Fehlverhalten!

Der vorliegende Sachverhalt lässt erwarten, dass die gesetzliche Interessenvertretung die Betroffenen unterstützt. Hat sie doch die finanzielle Möglichkeit, eine fachkundige Rechtshilfe für ihre Mitglieder einzusetzen, um somit Schaden für den Einzelnen abzuwenden.

Wie sehen Sie die aktuelle Situation? Haben Sie die vorgelegten Verträge unterzeichnet? Hatten Sie Kontakt mit Merkur und war man dort bereit die Bedingungen abzuändern? Was werden Sie nun tun? Was erwarten Sie sich von Kammer und Gesetzgeber?

Nutzen Sie die Kommentar-Möglichkeit unterhalb des Beitrags oder senden Sie uns ein E-mail an redaktion@ivva.at.

Das IVVA Team

Barazon hinterfragt die Datenschutzgrundverordnung

Die EU-Institutionen haben haben uns die Datenschutzgrundverordnung gebracht. Damit wurde uns eine unglaubliche Arbeit („gigantische Bürokratie“) aufgebürdet, vor der rund 100 Tage vor dem Scharfschalten des Gesetzes, nach wie Viele kapituliert oder zumindest noch nicht begonnen haben. Doch löst die EU damit irgendein Problem, das Jeden von uns seit Jahren quält? Etwa die Spam-Flut? Kriminalität im Netz? Gläserner Mensch? Daten löschen bei sozialen Netzen?
Nein.

Dafür entsteht eine gigantische Bürokratie mit existenzbedrohenden Strafen!

Wirtschaftsjournalist Barazon hinterfragt dieses EU-Gesetz und seine Sinnhaftigkeit:

Weiterlesen

Dr. Loisel zu IDD, zur Bewertung der Versicherer und Zukunft der Vermittler (NL 24b/16)

Vorige Woche sprach Dr. Loisel im ersten Teil seines Interviews über die ab 1.1. durchgeführte Organisationsreform, über modernes Schadenstracking und plädierte dafür den Online-Trend nicht als Bedrohung zu sehen (und brachte ein praktisches Beispiel, wie auch Agenten davon profitieren können: Immerhin vermittelt das VAV-Online-Portal jährlich rund 50.000 potentielle Kunden an die VAV-Vertriebspartner). Zum Nachlesen klicken Sie bitte hier…

Hier folgt nun der zweite Teil des Interviews:

Vorstand Dr. Loisel, VAV, Foto: Sven Rabe

Vorstand Dr. Loisel, VAV, Foto: Sven Rabe

IVVA: Ist das Internet ein Altersthema? Also sind jüngere Vermittler fitter als Ältere?

Dr. Loisel, VAV: Nein, das kann man nicht verallgemeinern. Richtig ist, dass sich mehr jüngere Menschen mit den neuen Möglichkeiten beschäftigen, weil sie damit aufgewachsen sind. Aber ob man das Internet für sein Geschäft nutzt oder eher als Gefahr sieht, das hängt viel stärker von der jeweiligen persönlichen Einstellung ab. Sehe ich das defensiv oder positiv? Auch junge Menschen können sich defensiv verhalten.

Der durchschnittliche Online-Kunde, ist übrigens Anfang Vierzig.

IVVA: Sie sind also überzeugt, dass die Computer die Vermittler auch künftig nicht ersetzen werden. Eine andere scheinbare Bedrohung für die klassische Versicherungsbranche sind Fintechs  – so bezeichnet man diese „Online-Versicherer“ in diversen Fachkreisen –, die in den Markt drängen. Wie beurteilen Sie diesen Aspekt des Online-Trends?

[Inhalt ist gesperrt]
Entschuldigung – der komplette Inhalt ist nur für Mitglieder sichtbar!

Hier klicken, um sich als Mitglied einzuloggen >>
IVVA Mitgliedschaft jetzt beantragen >>