Bewegte Zeiten (NL 26/15)

Was haben Schadstoff-Schummeleien, Wahlschlappen und Ähnliches mit uns Agenten zu tun?

 

Wir leben in einer turbulenten Zeit. Kriege und Unruhen in vielen Teilen der Welt. Flüchtlinge, die unsere Politiker an die Grenze des Bewältigbaren bringen. Großkonzerne, die mit Datenschummeleien und sonstigen Tricks ihre Gewinne noch und noch erhöhen wollen.

Und Wahlen, die die Regierenden abstrafen. Nur Einzel-Ereignisse oder doch Hinweise auf Vertrauensverluste im großen Stil? Kommentatoren sehen in den letzten Wahlen einen „Weckruf und  Denkzettel. Viele Wählerinnen und Wähler sind schlicht wütend auf die Politik“ und es wird ihnen „kaum mehr Problemlösungskompetenz zugetraut“ schreibt etwa der Standard. Auch wir vom IVVA haben nicht das Gefühl, dass der Berufstand der Versicherungsagenten von ÖVP, SPÖ oder deren wirtschaftspolitischen Verbänden (Wirtschaftsbund,  Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband) in den letzten Jahen gut vertreten wird.

Hat uns der VW-Skandal wirklich überrascht?
Seit Tagen redet jeder über den VW-Konzern und den Tricksereien mit den Schadstoff-Werten. Mit welchen Vorteilen hat der VW-Konzern spekuliert, um das Risiko von Milliarden an Strafe und Negativwerbung in Kauf zunehmen? Über das Vorgehen des VW Konzerns sind viele Menschen zu Recht empört. Aber sind wir wirklich von den falschen Daten bei Abgas- und Treibstoff-Verbrauchswerten überrascht worden? Hätten wir nicht schon beim Tanken unserer Fahrzeuge feststellen müssen, dass der Verbrauch in der Fahrpraxis mit den angegebenen Verbrauchswerten der Hersteller nicht übereinstimmt?

Darüber genauer nachzudenken, wäre von Vorteil (gewesen), weil es ins Geld gehen kann. Wird doch vom Herstellerverbrauch die Abgasberechnung und damit die motorbezogene Versicherungssteuer berechnet. Eine österreichische Unart, die der Finanz seit Jahrzehnten eine ertragreiche Einnahme beschert. Werden jetzt diese Daten neu gemessen? Wenn ja, so wird der Autobesitzer wieder einmal zur Kasse gebeten.

Diese Betrugsangelegenheit von VW ist zu verurteilen. Und in Zukunft muss die Politik für mehr Ehrlichkeit sorgen, indem endlich Gesetze und Kontrollsysteme verabschiedet werden, die seit Jahren am Widerstand der Großkonzerne gescheitert sind. Und bitte auch gleich – bei dieser Gelegenheit – die Steuerlast der Autobesitzer/Normalbürger zu senken. Es wird höchste Zeit diese österreichische Sondersteuer und Abgaben für Autos abzuschaffen, Deutschland hat das weit fairere Steuersystem, was den KFZ Bereich betrifft.

Politik bitte aufwachen. Mehr Mut, auch gegen Große!
Obiges Beispiel zeigt, dass sich Politiker nicht von Großkonzernen die Richtung vorgeben lassen dürfen. Davon können auch wir Versicherungsagenten ein Lied singen, denn wir kämpfen schon seit Jahren, fast Jahrzehnte, gegen die Verzögerungspolitik der (wirtschafts-) politischen Vertreter. Warten wir doch seit Jahren auf eine klare Regelung im HVertrG, die unserem Berufstand Rechtssicherheit beschert.

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