Geldwäsche: Behörde fordert Agenten auf… (NL 12/19)

Wir haben schon mehrmals über Ihre Pflichten berichtet, die sich für Sie als Versicherungsvermittler aus der Geldwäsche-Richtlinie und aus der Gewerdeordnung ergeben, deren Einhaltung vor Ort geprüft wird. Ziel ist die Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung.

Zum Nachlesen:
Geldwäsche: Risiko-Bewertungs-Fragebogen bereits ausgefüllt?
hier klicken…  bzw. hier…

Vorige Woche haben uns Agenten davon informiert, dass die Behörde einen Serienbrief an die Agenten aussendet und darin auffordert den Risikoerhebungsbogen für Versicherungsvermittler ausgefüllt zu retournieren.

Ein Muster dieses Schreiben können Sie hier nachlesen: Magistrat Linz Anforderung GELDWAESCHE- Risikobewertung abzuliefern_neutral

Was genau dieser Risikoerhebungsbogen ist und wie er auszufüllen ist, haben wir hier beschrieben…

Bitte nehmen Sie diese Anfrage keinesfalls auf die leichte Schulter und nehmen Sie Ihre Geldwäsche-Verpflichtungen ernst!

Ihr IVVA Team

Worauf können sich Agenten bei ARAG freuen (NL 12b/19)

Mag.a Birgit Eder, Vorsitzende des ARAG-Vorstands; Foto ARAG

Interview mit Mag.a Birgit Eder, Vorstandsvorsitzende der ARAG Versicherung

IVVA: Was hat sich bei Ihnen im letzten Jahr geändert? Wie schaut die Vertriebs-Situation aktuell aus? War es ein gutes Jahr für Sie? Wachsen Sie? Mit der Branche oder sogar stärker?

Mag.a Eder, ARAG: Das Jahr 2019 läuft vertrieblich gut an. ARAG Österreich steht derzeit aufgrund Ihrer Ertragsstärke, der Kundenzufriedenheit und steigendem Prämienwachstum auf soliden Beinen. Die Geschäftszahlen der ARAG Österreich sind in allen Bereichen sehr gut. Wir weisen für 2018 ein Wachstum unseres Prämienvolumens von insgesamt 6,30 % auf, demnach deutlich über dem Markt. Während die Produktion gestiegen ist, konnten wir gleichzeitig eine Reduzierung der Vertragsstorno erreichen. Die Schadenzahlungen waren auch heuer wieder stabil, sodass das versicherungstechnische Ergebnis mehr als positiv ausgefallen ist.

IVVA: Bei ARAG gab es einen Wechsel im Vorstand, Sie sind nun zur Vorstandsvorsitzenden gekürt worden. Was planen Sie zu ändern? Wird sich etwas für die Agenten merklich ändern?

Mag.a Eder, ARAG: Die ARAG hat ein eingespieltes Team, das für unsere Kunden und Vertriebspartner mit viel Engagement an neuen innovativen Produkten und Services arbeitet. Das hat sich auch bezahlt gemacht – so durften wir letztes Jahr zahlreiche Auszeichnungen zu Themen wie Abwicklungsservice, Produktmanagement und Vertriebsunterstützung entgegennehmen.

IVVA: Das ist wohl ein starker Vertrauensbeweis Ihrer Vertriebspartner.

Mag.a Eder, ARAG: Genau. Und damit eine Bestätigung für unsere bisherige Arbeit. Diese Stärken als Rechtsschutzspezialist gilt es auch zukünftig zu bewahren und weiter auszubauen. Mein Ziel ist es, die Ertragsstärke der ARAG Österreich weiter zu stabilisieren und über weitere Innovationen und Servicefokussierung nochmals weiter auszubauen. Zusätzlich ist es aber auch wichtig, neue vertriebliche Akzente am Markt zu setzen. Gerade im wichtigen Bereich Betriebsrechtsschutz sehen wir noch weiteres Entwicklungspotenzial und somit Wachstumsmöglichkeiten. Gerade in diesem Bereich ist es wichtig unseren Vertriebspartnern mit viel Know how zur Seite zu stehen – darauf können sich die Agenten weiterhin verlassen.

IVVA: Was hat sich bei Ihnen produktseitig seit dem letzten Interview verändert? Haben Sie neue Produkte, Tarife, etc. auf den Markt gebracht? Welche Auswirkungen gibt es für Vermittler und Kunden? Verbesserungen? Weiterlesen

Wurde Ihr PC gehackt? Wie prüfen Sie, ob das stimmt? (NL 11/19)

Eine Kombination aus SPAM und Hacker-Mail verunsichert die Nutzer!
DSGVO-Praxistipp: Wie prüft man, ob das stimmt? Und was tut man dann?

In den letzten beiden Wochen erhielten viele von uns ein Mail, in dem uns angedroht wurde, dass der PC gehackt worden sei und man daher ein bestimmte Bitcoin-Summe überweisen müsse, um zu verhindern, dass angeblich gemachte Fotos oder Live-Video-Mitschnitte ins Netz gestellt würden.

Und als „Beweis“, dass man wirklich den PC gehackt habe, wurden im Mail Zugangsdaten und Passwort genannt, die tatsächlich gestimmt haben.

Wir erklären in diesem Beitrag die Hintergründe über diese Betrugsmasche und wie man leicht prüfen kann, ob man betroffen ist bzw. welche Daten wo gestohlen wurden und was man dann tun sollte.

Zwar landeten viele dieser Mails sofort im SPAM-Ordner. Manche dieser Mail waren in schlechtem Deutsch verfasst, so dass man sofort an der Echtheit zweifelte. Aber manche Mails waren in perfektem Deutsch formuliert. Vor allem aber war man durch die Echtheit des genannten Passworts irritiert.

Als Folge sind einige Personen tatsächlich mit ihren PCs zwecks Überprüfung zum EDV-Fachmann gelaufen, um eine mögliche Gefahr auszuschließen. Denn in Zeiten der DSGVO kann es – besonders für Kleinbetriebe – existenzbedrohend werden, sollte man einen Hacker-Angriff übersehen oder ignorieren und in dessen Folge dann personenbezogene Daten von Kunden, Partnern, usw. im Netz landen.

Rückblickend kann man mit großer Sicherheit sagen, dass diese E-mails keine echte Bedrohung waren. Sondern hier versuchten Betrüger die Empfänger zu erpressen.

Doch viele fragen sich nun: Wie sind diese Betrüger in den Besitz von echten Benutzernamen und Passwort gekommen??? Weiterlesen

Neue Form der Zusammenarbeit: Produkte direkt vom Vermittler (NL 11b/19)

Neue Zugänge zu über 100.000 Betrieben und mehr als 500.000 Österreichern.

„bad news“ hat es zuletzt genug gegeben!

Ob es immer umfangreichere gesetzliche Vorgaben hinsichtlich Aufklärung, Dokumentation, Datenschutz und Haftung auf der einen Seite sind, oder mangelhafte oder überhaupt fehlende Schnittstellen, grobe Polizzierungsmängel auf der anderen: „Versicherungsvertreiber“, wie die Vermittler jetzt allesamt heißen, sind in den letzten Jahren massiv unter Druck geraten. Darüber hinaus begleiten alle in der Branche das stetige Problem massiv steigender IT-Kosten, bei gleichzeitig weiter sinkenden Betreuungskapazitäten der Versicherungsunternehmen.

Es ist daher allerhöchste Zeit für „good news“

Dem sollen nun „News“ gegenübergestellt werden, die bare Münze für alle Vermittler (Agenten wie Makler) bedeuten. Denn während die meisten Versicherungen lediglich ein „Mehr“ an standardisierten Produkten forcieren möchten, brauchen Kunden dagegen mehr Spezialprodukte und maßgeschneiderte, kundenorientierte Einzellösungen.

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Kündigung des Agenturvertrags: So schnell kann’s gehen (NL 10/19)

Geschätzte Agentinnen und Agenten!

Es hat Zeiten (2010) gegeben, wo vom Versicherer UNIQA auch für Agenten – aus unsere Sicht – faire Agenturverträge, damals noch als Courtagevereinbarung bezeichnet- angeboten wurden.

Solche „Altlasten“ sind offenbar nicht mehr erwünscht, daher wird solch ein Vertrag (lief von 2010-2019) vom dortigen „Makler“-Service einfach gekündigt. Eine Kündigung ohne Angabe von Gründen, nach neun Jahren Laufzeit, ist wohl zu hinterfragen. Zumal es laut Rücksprache mit der gekündigten Agentur kein Fehlverhalten gegeben hat.

Gemäß den gesetzlichen Bestimmungen ist die Kündigung einer Agentur jederzeit möglich! Geschützt wird die Agentur nur durch den Ausgleichsanspruch (siehe § 24 und 26d HVertrG) bzw. die Weiterzahlung der Folgeprovision für die vom Agenten vermittelten und aufrechten Versicherungsverträge. Wobei die rechtliche Situation (siehe § 26c Abs.1a) als zwingende Regelung nur eine 50%ige Folge bestimmt. Das wurde leider von den Standesvertretern – der Versicherungswirtschaft und Versicherungsagenten- so ausverhandelt. Eine weitere negative Auswirkung bringt die Vermittlernachfolge, die bestehenden Verträge sukzessive dezimieren wird.

Wir stellen uns die Frage, wie wird diese gesetzliche Regelung nun in der Praxis gehandhabt? Sind doch die Folgeprovision und der Ausgleichsanspruch (AA) im HVertrG zwingende Regelungen. Hat hier der Gesetzgeber den Agenten seine Folgeprovision einfach gekürzt? Oder ist zur Folge auch ein AA vom Versicherer zu fordern? Eine Rechtslage, die dem Vermittler idF Makler erspart bleibt. Er ist auch keiner unerwarteten – wenn auch lt. Gesetz ordentlicher Kündigung – ausgesetzt.

In unserem konkreten Fallbeispiel wird bereits vom Versicherer im Kündigungsschreiben ein Streitpunkt angesetzt. Weiterlesen

Was hat sich bei Wüstenrot in den letzten Monaten verändert? (NL 10b/19)

DI Paul Pittino, Wüstenrot, Foto beigestellt

Seit einigen Monaten ist DI Paul Pittino bei Wüstenrot Bereichsleiter für Vertriebsservice und Vertriebsorganisation. Wir haben ihn gebeten, uns ein kurzes Update zu geben.

Was hat sich bei Ihnen im letzten Jahr geändert?

Wir haben auf allen Führungsebenen eine Verschlankung durchgeführt. Neben dem Vorstandsbereich haben wir von 8 Landesdirektionen auf 3 Regionaldirektionen umgestellt, aktuell haben wir 15 Verkaufsgebiete im Stammvertrieb, um nicht nur nahe am Kunden zu sein, sondern auch um die Produktivität zu steigern. Das, gepaart mit einer selektiven Personalpolitik, hat dazu geführt, dass wir für die vorhersehbare Zukunft nun eine noch schlagkräftigere, kunden- und dienstleistungsorientierte Vertriebsmannschaft in ganz Österreich für unsere Partner im Vermittler- und im Bankbereich sowie für unsere direkt betreuten Kunden zur Verfügung stellen.

Was hat sich bei Ihnen im Bereich Service im letzten Jahr geändert? Weiterlesen

Geldwäsche: Risiko-Bewertungs-Fragebogen bereits ausgefüllt? (NL 9b/19)

Aus aktuellem Anlass weisen wir Sie wiederum darauf hin, dass Sie als Versicherungsvermittler unter die Geldwäsche-Richtlinie fallen und dass sich daraus Pflichten aus der Gewerdeordnung ergeben, deren Einhaltung vor Ort geprüft wird.
Ziel ist die Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung.

Konkret handelt es sich dabei um folgende Branchen:

  • Versicherungsagenten und -makler mit Lebensversicherungen und anderen Anlageprodukten
  • Handelsgewerbetreibende, einschließlich Versteigerer mit Barzahlungen von mindestens 10.000 Euro
  • Immobilienmakler
  • Unternehmensberater mit bestimmten Geschäftstätigkeiten (zum Beispiel Gründung von Gesellschaften, Ausübung der Leitungs- oder Geschäftsführungsfunktion einer Gesellschaft, Bereitstellung eines Sitzes, Ausübung der Funktion eines Treuhänders)


Risikobewertung des eigenen Unternehmens & Identität der Kunden prüfen

Während das Prinzip „Know your customer“, also „Kenne Deinen Kunden“ sicherlich schon bekannt ist – jetzt aber noch verschärft wurde – ist das Anlegen eines Risiko-Bewertungs-Fragebogens über das eigene Unternehmen den Meisten noch gänzlich unbekannt. Doch genau so ein Fragebogen ist den Aufsichtsbehörden vorzulegen und wird (nach Rückfragen von Versicherungsvermittlern) aktiv von den Gewerbebehörden verlangt.

Daher greifen wir dieses Thema auf, informieren Sie über die Geldwäsche-Richtlinie und stellen Ihnen diesen Fragebogen – samt Ausfüllhilfe – vor.

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IDD: Status zu Standesregeln (NL 9/19)

Geschätzte Agentinnen und Agenten!

Die Umsetzung der neuen Vermittlerrichtlinie IDD hat uns eine verwirrende Gesetzeslage beschert. Denn es gab einige Änderungen in der Gewerbeordnung (GewO). Am auffälligsten ist, dass die bisherigen § 137f-h der GewO gestrichen wurden und durch die sogenannte Standesregeln (Verordnung) ersetzt werden sollen. Sollen deshalb, weil diese Standesregeln bisher nur als Entwurf vorliegen, also noch keine Rechtskraft haben.

Sehr wohl Rechtskraft hat die um die § 137f-h reduzierte Gewerbeordnung. Das ist insofern bedenklich, als in diesen Paragraphen 137f-h ganz wesentliche Punkte hinsichtlich Beratung geregelt waren. Was das für die Praxis bedeutet (Rechtsunsicherheit da rechtsfreier Raum?) erfahren Sie unten anbei.

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Anmerkung zum WWK-Agenturvertrag 2019

Der aktualisierte WWK-Vertrag ist sehr umfangreich und sehr detailliert.

Dabei ist uns sehr positiv aufgefallen, dass die üblichen Problem-Themen (die u.a. bei den Agenturverträgen von Uniqa, Allianz & Co aufgefallen sind) hier kein Problem darstellen: Erfreulicherweise werden die Agenten von WWK – wie bei den meisten Versicherungshäusern – richtigerweise – als selbständige Unternehmer und als Datenverantwortliche nach DSGVO angesehen. Daher sollten keine Probleme aufgrund einer falschen Einstufung des Agenten als Auftragsverarbeiter nach der DSGVO zu erwarten sein. Einige Punkte und Unklarheiten sind uns aber dennoch aufgefallen, die man bei WWK unbedingt hinterfragen/ändern sollte, bevor man unterschreibt.

Kurze Zusammenfassung der abzuklärenden/ zu verändernden Unklarheiten:

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IDD: Weitere Antworten zu Aus- und Weiterbildung (NL 8/19)

Sie haben uns weitere Fragen zur künftigen Aus- und Weiterbildung nach IDD gesandt. Mag. Stephan Novotny beantwortet sie.

RA Mag. Stephan Novotny, Foto: Stephan Huger

Mit diesen Fragen beschäftigt sich der 5. Teil unserer IDD-Serie diese Frage näher beleuchten.

Zum Nachlesen: Teil 4 der IDD-Serie beleuchtete die Frage, warum im Agenturvertrag steht, dass Agenten Hersteller gemäß IDD seien und welche Pflichten das mit sich bringt.  Zum Nachlesen hier klicken…

Zum Nachlesen: Teil 3 beleuchtete die neuen Schulungsvorschriften (wer, wann, wo, usw.). Zum Nachlesen hier klicken…

Zum Nachlesen: Teil 2 beleuchtete die tägliche Praxis und da Ihre Pflichten aus den delegierten Verordnungen (Zielmarkt & Co). Zum Nachlesen hier klicken…
Teil 1a beschäftigte sich mit den „echten“ Gefahren der IDD (Informations-, Wohlverhaltensregeln). Zum Nachlesen hier klicken…
Teil 1b beschäftigte sich mit der Neuheit „Statusklarheit“ und was da zu tun ist, um keine bösen Überraschungen zu erleben. Zum Nachlesen hier klicken…

Folgende Fragen zur Aus- und Weiterbildung haben Sie uns gestellt. Mag. Stephan Novotny beantwortet sie unten anbei:

  • Wie weisen Versicherungsvermittler und Mitarbeiter die Weiterbildung nach und wie dokumentiere ich das (für mich, für meine Mitarbeiter, für gebundene, ungebundene Vermittler)?
  • Wie lange muss ich die Zertifikate aufbewahren?
  • Was ist bei der Ausbildung von Angestellten zu beachten?
  • Wie könnte eine Umsetzung der Ausbildungspflicht im Unternehmen aussehen (Personalakte, Schulungsverzeichnis, Erinnerungen, Mahnwesen…)
  • Ist es sinnvoll Zertifikate an Externe zu übersenden, die das für mich sammeln (z.B. meineweiterbildung.at)? Was sagt die DSGVO dazu?

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