Dürfen Agenturverträge gesetzeswidrige Passagen enthalten? Konsequenzen (NL 29/19)

Welche Konsequenzen hat das? Muss Agent die Korrektur gerichtlich durchsetzen?

Wie schon im vorletzten Newsletter berichtet, hat der IVVA in den letzten Wochen wieder einige Agenturverträge zur Ansicht und Beurteilung vorgelegt erhalten. Auf der Homepage des IVVA finden Sie, geschätzte Mitglieder und Leser, die uns bekannten Agenturverträge mit entsprechenden Hinweisen, welche Passagen günstig / nachteilig sind. Zum Nachlesen hier klicken…

Die neu vorgelegten Verträge sind noch nicht online, da wir die betreffenden Unternehmen auf unsere Bedenken hingewiesen haben und diese versprochen haben, den Vertrag hausintern nochmals zu besprechen. Und da eventuelle Abänderungen auch vom Vorstand abzusegnen sind, kann es noch ein wenig Zeit dauern.

RA Mag. Stephan Novotny, Foto: Stephan Huger

Rechtlich „interessant“ ist eine Frage, die uns schon seit Jahren in diesem Zusammenhang gestellt wird und die wir nun versuchen mit Mag. Novotny zu klären.

Hier seine Ausführungen:

Gesetzwidrigen Agenturvertrag unterschrieben. Was bedeutet das? Alles verloren?

Es geht also um die Frage, was passiert eigentlich, wenn ein Agent einen Agenturvertrag unterschreibt, in dem eindeutig gesetzwidrige Passagen enthalten sind? Hebelt diese individuelle Akzeptanz des Agenten die Gesetzwidrigkeit auf? Verzichtet also der Agent durch seine Unterschrift auf sein Recht?

Ein praktisches Beispiel: In einem uns vorliegenden Agenturvertrag steht hinsichtlich Kündigung, dass die Kündigungsfrist EIN MONAT betragen würde. Das ist gesetzwidrig, schreibt doch das für uns zuständige Handelsvertretergesetz für diesen Fall eine zeitliche Staffelung je nach Dauer der Vertragsbeziehung vor.

[Inhalt ist gesperrt]
Entschuldigung – der komplette Inhalt ist nur für Mitglieder sichtbar!

Hier klicken, um sich als Mitglied einzuloggen >>
IVVA Mitgliedschaft jetzt beantragen >>

Vorstand Panhauser zum „Kampf“ Online – Vermittler und Folgen von Zusammenschlüssen (NL 29b/19)

Werner Panhauser, Vorstand Helvetia Vertrieb/Marketing

Im ersten Teil des Interviews sprach Vorstand Panhauser u.a. über die Vorbereitung der Helvetia auf die IDD, die Anpassungen der Agenturvereinbarungen, Produktblätter, POG und Schulungen der eigenen Mitarbeiter und des externen Vertriebs. Zum Nachlesen hier klicken…

Im 2. Teil des Interviews erfahren wir, wie Vorstand Panhauser die Online-Entwicklung sieht und ob bzw. wo er Chancen für menschliche Berater ortet(selbst wenn es sich um KMUs, EPUs handelt). Wo er die Gefahren der zahlreichen Zusammenschlüssen sieht und warum manche Märkte in Deutschland praktisch tot sind.  Und es keinesfalls gut für die Kunden ist, wenn die Preise ins Bodenlose fallen.

IVVA: Wie sehen Sie den Trend zu online Portalen und wo liegt deren Reiz für manche Kunden?

VST Panhauser: Diese Portale sind ein immer stärker werdender Trend, ein fixer Bestandteil des Marktes. Das geht auch nicht mehr weg. Die Technologien sind da und werden genutzt.

Der Online-Vertrieb ist noch nicht groß, aber wächst stetig.
Positiv ist, diese Portale führen zu mehr Transparenz am Markt. Wir als Versicherer müssen uns also noch mehr anstrengen.

Nachteilig ist, dass Kunden dann mit einem Pseudo-Fachwissen zum Vermittler kommen, was das Gespräch dann schwerer macht. Das ist ein wenig so, wie man seine Beschwerden im Internet nachliest und mit dieser Online-Diagnose zum Doktor geht. Der echte Doktor hat es dann ziemlich schwer, die Menschen von der Eigen-Diagnose wieder abzubringen und auf den rechten Weg zu führen.

Und beim Versicherungsberater ist es ähnlich. Der Kunde kommt mit ein paar Infos aus dem Internet. Der Berater muss nun noch genauer erklären, welche Leistungen in den einzelnen Produkten inkludiert sind und warum die womöglich ein wenig mehr kosten, als beim Angebot beim Online-Portal.

Der Berater kann nur gegen das Online-Portal bestehen, wenn er viel mehr seine Leistung in den Mittelpunkt stellt. Nicht nur über den Produktpreis argumentieren.

IVVA: Wie stufen Sie das Auftauchen von Fintechs/ InsureTechs ein? Also Online-Anbieter, die (neue) Dienste im Umkreis von Finanz und Versicherungen anbieten. Warum sind die so erfolgreich? Weiterlesen

Gute und schlechte Agenturverträge (NL 28/19)

Studieren Sie genau, was Sie unterschreiben und akzeptieren!

Agenturverträge sind in der Vermittlerbranche sehr unterschiedlich. Manche Versicherungsunternehmen bzw. deren Verantwortliche sind nicht imstande, faire und partnerschaftliche Agenturverträge anzubieten.

Leider sind dort Knebelverträge noch immer gang und gäbe, um Vermittler ans eigene Haus zu binden. Wobei Kündigungsdrohungen bei einseitigen Vertragsänderungen des VU – bei Nichtakzeptanz seitens des Vermittlers – keine Seltenheit sind. Vergessen wird sehr oft, dass es sich bei gewerblichen Vermittlern um selbständige Unternehmer handelt, deren Leistung nur bei Erfolg honoriert wird.

Andere Versicherer haben keine Probleme ihren Vermittlern Vertrauen entgegen zu bringen und faire und partnerschaftliche Verträge anzubieten. Erwarten aber auch, dass diese Vermittler dem Haus eine entsprechende Anzahl an neuen bzw. aktualisierten Versicherungsverträgen zuführen werden. Wettbewerbsfähige Produkte sind natürlich Voraussetzung. Denn zufriedene Kunden sichern nicht nur den Agenturen, sondern auch dem Versicherer die Zukunft.

Auf der Homepage des IVVA finden Sie geschätzte Mitglieder und Leser zahlreiche Agenturverträge mit entsprechenden Hinweisen, welche Passagen günstig / nachteilig sind. Zum Nachlesen der mehr als 40 Verträge und unserer Kommentare klicken Sie hier…
Allerdings wissen wir nicht genau, ob alle Verträge noch aktuell sind, da ständig neue Versionen ausgesandt werden. Sollten Sie also eine andere Version haben, bitten wir um Übermittlung an redaktion@ivva.at. Danke.

Werte Versicherer, sollte ihr Haus bereits aktuellere Verträge den Vermittlern anbieten, so werden wir gerne den aktuellen Stand präsentieren. Wobei Provisionssätze der Verträge nicht unseren Schwerpunkt darstellen bzw. nur wenn gewünscht veröffentlicht werden.

In diesem Sinne werden wir uns weiter bemühen, für partnergerechte Verträge ein Bewusstsein zu schaffen und damit den Berufstand der Versicherungsagenturen noch attraktivere zu gestalten helfen.

Das IVVA Team

Vorstand Panhauser zu Prüfpflichten des Versicherers nach IDD (NL 28b/19)

Werner Panhauser, Vorstand Helvetia Vertrieb/Marketing

IVVA: Ich freue mich, dass Sie sich wieder die Zeit nehmen, um mit dem IVVA über aktuelle Themen und Neuheiten zu sprechen. In Österreich wurde monatelang auf die IDD-Umsetzung gewartet. Wie hat sich durch die IDD das Marktumfeld für Sie, für die Agenten verändert?

VST Panhauser: Launisch könnte ich nun antworten: Wir haben die IDD, obwohl wir sie nicht bestellt hatten. Die IDD wurde durch Ereignisse verursacht, die nichts mit den österreichischen Vermittlermärkten zu tun hatten. Ja, in den anglikanischen Märkten kam es tatsächlich zu Fehlentwicklungen beim Verkauf, aber keinesfalls in dem Ausmaß, dass dies berechtigter Anlass für eine Verschärfung der Vermittler-Richtlinie gewesen sein könnte.

IVVA: Was ändert sich nun konkret für Sie bzw. die Agenten?

VST Panhauser: Die wichtigsten Punkte der IDD sind meiner Meinung nach einerseits die ganz klare Orientierung darauf, welches Produkt verkaufe ich wem (Schlagwort Zielmarkt). Und um die neuen gesetzlichen Bestimmungen diesbezüglich einzuhalten, muss ich den Weg zum Produkt genau dokumentieren.

Und der zweite wichtige Punkt ist: Welche Vereinbarung habe ich mit dem Versicherer. Gibt es da  Zuwachsvereinbarungen, die ausschließlich auf erreichte Mengen abzielen (also Mengenrabatt, der vielleicht zu Fehlberatung verlocken könnte). Das sollte man jedenfalls kritisch hinterfragen und ändern.

IVVA: Muss sich der Agent darum kümmern? Weiterlesen

Ihnen fehlen noch IDD-Schulungs-Stunden?

Sie suchen einen Schulungs-Notfallplan für 2019?
Es fehlen Ihnen als Gewerbeinhaber, Leitungsorgan oder betroffenem Mitarbeiter noch Stunden für die IDD Weiterbildung?

Sollten Sie die vollen 15 Stunden oder einige davon (noch) benötigen, bietet die IDD Akademie ein Angebot zu einem vernünftigen Preis.
Ausgewiesene Experten als Vortragende. 10 % Rabatt für IVVA Mitglieder als Bonus!


Unten anbei die Details zu den Seminaren in Wien & Graz:

Weiterlesen

Provision nach Beendigung des Agenturverhältnisses (NL 27/19)

Wie lauten typische Passagen im Agenturvertrag? Bedeutung?

Vorige Woche haben wir an die relevanten rechtlichen Bestimmungen erinnert, die für den Fall der Beendigung des Agenturverhältnisses bestehen.

Konkret der § 26c Abs.1a HVertrG, der zwingend zumindest eine 50% Weiterzahlung der Folgeprovision bei ordentlicher Kündigung des Agenturvertrages vorsieht.

Und die – ebenfalls zwingenden – § 24 und 26d HVertrG, die den Ausgleichsanspruch für Agenten regelt.

Zum Nachlesen des vorwöchigen Beitrags bitte hier klicken…

 

Heute sehen wir uns typische Formulierungen in Agenturverträgen näher an:

Wir bringen unten anbei einige Beispiele. Vergleichen Sie die entsprechenden Passagen in Ihren eigenen Agenturverträgen und informieren Sie sich, wie andere Versicherer diese wichtige Angelegenheit regeln. Nutzen Sie dazu die gesammelten Agenturverträge auf der IVVA Homepage. Aktuell warten mehr als 40 Verträge auf Sie – samt Bewertung, welche Passagen günstig, welche nachteilig für Agenten sind. Und zwar in der Sektion Agenturverträge (hier klicken…).

VORBILDLICH wäre eine Formulierung, dass der „Courtage-Anspruch für einen vermittelten Vertrag auch nach Auflösung des Agenturvertrags in voller Höhe weiter besteht“. Das bedeutet, dass eine 100 % Provisionsweiterzahlung besteht.

Manche Versicherer anerkennen die Provisionsweiterzahlung, teilen die Provision aber zwischen „Alt-Agenten“ und dessen Nachfolger auf.

[Inhalt ist gesperrt]
Entschuldigung – der komplette Inhalt ist nur für Mitglieder sichtbar!

Hier klicken, um sich als Mitglied einzuloggen >>
IVVA Mitgliedschaft jetzt beantragen >>

Alte Kopierer, Drucker, Handys, Tabletts, PCs datenschutzkonform entsorgen?(NL 27b/19)

DSGVO und alte Geräte!
Wie entsorgen Sie Kopierer, Drucker, Handys, Tabletts, PCs datenschutzkonform?

Unser heutiger Praxis-Tipp betrifft den rechtskonformen Umgang mit Alt-Geräten, besonders aus dem Blickpunkt des Datenschutzes.

Zwar war im letzten Wahlkampf die Verschrottung von Festplatten in aller Munde. Doch immer noch herrscht oftmals ein sehr unbedachter Umgang mit Altgeräten. Das zeigen nicht nur regelmäßige Tests von Daten-/ Konsumentenschützern, die etwa via Willhaben Altgeräte ankaufen und nachsehen, welche (personenbezogene) Daten sich dort darauf befinden.

Daher sollte man bei Alt-Geräten weniger daran denken, wie man noch ein wenig Geld lukrieren könnte, sondern mehr darauf Bedacht nehmen, die Daten zu sichern, zu löschen und – sicher ist sicher – die Geräte zu zerstören.

WARUM?

Weil – ganz einfach gesprochen – Ihr Drucker/Kopierer nicht einfach eine 1:1 Kopie macht, sondern das Original eingescannt und eine Kopie davon intern speichert. Da Speicherplatz heute kaum noch Kosten verursacht, bieten die eingebauten Festplatten Platz für Tausende Dokumente.

So kann es also passieren, dass dann bei oben zitierten Test-Käufen plötzlich Verträge, Steuerbescheide, Anzeigen, Kontoauszüge, Passkopien, und und und aus Altgeräte 1:1 ausgelesen werden können.

Das war immer (also auch VOR DSGVO) schon bedenklich, weil damit Betriebs-Interna bis hin zu Betriebsgeheimnissen, etc. in falsche Hände geraten konnten. Aber seit dem Scharfschalten der DSGVO tut sich nun für Verbrecher ein weites Erpressungs-Potential auf: Einerseits kann man mit solchen Daten die Firma erpressen, die ihre Alt-Geräte derart gedankenlos und DSGVO-verletzend entsorgt hat (und vor den Millionenstrafen der Datenschutzbehörde Angst hat). Andererseits bekommt man auf diese Art ganz einfach an viele „nützliche“ personenbezogene Daten von Tausenden Personen, mit denen man viel Schaden anrichten kann.

Vielleicht denken Sie sich nun: Ich bin doch kein Anwalt, Arzt, Steuerberater, usw. Was soll man bei mir finden?

Erstens ist das grundsätzlich bereits ein Fehlschluss, weil Sie dank DSGVO verpflichtet sind, alle personenbezogenen Daten Ihrer Kunden, Partner, Mitarbeiter, etc. zu schützen. Daher müssen es gar nicht wirklich sensible Daten sein, deren Verschwinden Sie in große Schwierigkeiten bringen kann.

Und anderseits kann man bereits mit „normalen“ personenbezogenen Daten viel Schaden anrichten. Denken Sie nur an die Möglichkeit, mit Hilfe des Namens, einer Passkopie und E-Mail-Adresse ein Online-Bank-Konto zu eröffnen und dieses dann für zahlreiche betrügerische Tätigkeiten zu nutzen.

Wir hatten dazu kürzlich einen Praxistipp hinsichtlich des Umgangs mit eingescannten Ausweis-Kopien, der auch hierher passt: Hier zum Nachlesen…

Und letztlich hat unsere Branche mitunter sehr wohl auch sensible Daten: Denken wir an Gesundheitsakten, Schadensprotokolle, Finanzdaten, Bewerbungsunterlagen, Ausbildungsnachweise, usw. Nichts davon sollte verloren gehen oder in falsche Hände gelangen.

Also ACHTUNG: Auf modernen Druckern und Kopierern befinden sich eine Unmenge von persönlichen Daten. Bis hin zu sensiblen Daten. Denn die Daten auf diesen eingebauten Festplatten werden nicht automatisch gelöscht und können leicht – sogar durch kostenlose Software – ausgelesen werden.

Folge: Durch den unachtsamen Verkauf des Altgeräts droht Ihnen also Gefahr von DSGVO-Verfahren mit Strafe, Erpressung, Spionage, betrügerische Aktivitäten, etc.

WAS also tun? Wie geht man also datenschutzkonform vor?

[Inhalt ist gesperrt]
Entschuldigung – der komplette Inhalt ist nur für Mitglieder sichtbar!

Hier klicken, um sich als Mitglied einzuloggen >>
IVVA Mitgliedschaft jetzt beantragen >>

IDD Serie: Infopflichten bei Versicherungs-Anlageprodukten (NL 26/19)

Welche Änderungen bringen die IDD bzw. die neuen Standesregeln?

RA Mag. Stephan Novotny, Foto: Stephan Huger

In Teil 8 unserer IDD-Serie sehen wir uns die Vorschriften hinsichtlich Kunden-Informationen, Eignung, Provisionsoffenlegung und Interessenskonflikte (und deren Behandlung) näher an.

Weiters zum Nachlesen:

Teil 7 erläutert die Formvorschriften für Geschäftspapiere, Homepages und Apps. Zum Nachlesen hier klicken…
Teil 6b
beleuchtet u.a. den „Wünsche- und Bedürfnis-Test“. Zum Nachlesen hier klicken… 
Teil 6a erläutert „Formvorschriften und Dokumentationspflicht, Teil 1″. Zum Nachlesen hier klicken…
Teil 5 beantwortet Ihre Fragen zu Aus- und Weiterbildung. Zum Nachlesen hier klicken…
Teil 4 beleuchtet die Frage, wann Agenten Hersteller gemäß IDD sind und welche Pflichten das mit sich bringt.  Zum Nachlesen hier klicken…
Teil 3 beleuchtet die neuen Schulungsvorschriften (wer, wann, wo, usw.). Zum Nachlesen hier klicken…
Teil 2 beleuchtet die tägliche Praxis und da Ihre Pflichten aus den delegierten Verordnungen (Zielmarkt & Co). Zum Nachlesen hier klicken…
Teil 1a beschäftigt sich mit den „echten“ Gefahren der IDD (Informations-, Wohlverhaltensregeln). Zum Nachlesen hier klicken…
Teil 1b beschäftigt sich mit „Statusklarheit“ und was da zu tun ist, um keine bösen Überraschungen zu erleben. Zum Nachlesen hier klicken…

 

Hier der neue Beitrag von Mag. Stephan Novotny:

[Inhalt ist gesperrt]
Entschuldigung – der komplette Inhalt ist nur für Mitglieder sichtbar!

Hier klicken, um sich als Mitglied einzuloggen >>
IVVA Mitgliedschaft jetzt beantragen >>

Folgeprovision? Ausgleichsanspruch? Was passiert bei Beendigung des Agenturvertrages? (NL 25/19)

Werte Agentinnen, werte Agenten,

der IVVA hat in seiner langjährigen Tätigkeit schon einiges für den Berufsstand der Agenten erreichen können (u.a. Warnung vor kritischen Passagen in Agenturverträgen bis hin zu Text-Änderungen in diesen, aber auch den Prozess, der letztlich zum OGH-Urteil zur Abschaffung der Provisionsverzichtsklausel haben wir angestoßen).

In letzter Zeit werden wir immer wieder gefragt, was im Falle der Beendigung des Agenturvertrags passiert und ob die dann getätigten „Aktionen“ seitens mancher Versicherer gerechtfertigt sind.

Mit diesem Themenkreis haben wir uns schon mehrmals in den letzten Jahren beschäftigt. U.a. hier:
https://www.ivva.at/agenturvertraege-neu-folgeprovision-in-gefahr-neue-pflichten-nl-27b17/
https://www.ivva.at/wie-geht-es-weiter-bei-folgeprovisionen-nl-1516/
https://www.ivva.at/neues-zu-folgeprovisionen-bei-kuendigung-agenturvertrag-nl-3b16
https://www.ivva.at/musterverfahren-zu-folgeprovisionen-abgeschlossen-nl-316/
https://www.ivva.at/folgeprovision-bei-kuendigung-des-agenturvertrages-durch-den-agenten/

Von dieser Situation betroffene Agenten ersuchen wir auch weiterhin um konkrete Rückmeldung, welcher Versicherer im Falle der Beendigung des Agenturvertrags welche Aktionen mit welchen Bedingungen setzt.
Ein Mail an redaktion@ivva.at genügt. Gerne sichern wir Anonymität zu. Wir bleiben am Thema dran!

Sehen wir uns also die relevanten Gesetzespassagen des Handelsvertretergesetzes (HVertrG) dazu an:

Der § 24 und 26d HVertrG sind als zwingende Regelung zuständig für den Ausgleichsanspruch der Agenten. Der Gesetzestext lautet:

[Inhalt ist gesperrt]
Entschuldigung – der komplette Inhalt ist nur für Mitglieder sichtbar!

Hier klicken, um sich als Mitglied einzuloggen >>
IVVA Mitgliedschaft jetzt beantragen >>

Direktor Loinger zu IDD, Online-Trends, Chancen Einzelkämpfer, Druck durch Vermittlerverbünde, Nachwuchsprobleme (NL 25b/19)

Kürzlich erfuhren wir im 1. Teil des Interviews mit Direktor Loinger (zum Nachlesen hier klicken…) u.a. warum Rechtsschutz derart boomt, was D.A.S. als Partner für Agenten besonders auszeichnet und warum das D.A.S. Produkt DAS „best advice“ Rechtsschutz-Produkt ist.

Direktor Loinger, CEO D.A.S., Foto beigestellt

Im 2. Teil des Interviews erfuhren wir vom Vorsitzenden des D.A.S. Vorstands, Johannes Loinger u.a.
– welche Vorteile eine Zusammenarbeit mit D.A.S. für Agenten bringt,
– welche technischen Neuerungen anstehen und
– wie D.A.S. die Datenschutzgrundverordnung in der Praxis umsetzt und welche Auswirkungen das auf den – vorbildlichen – Courtagevertrag hat. (Zum Nachlesen hier klicken…).

Teil 3 des Interviews beschäftigt sich mit IDD-Umsetzung (Zielmarkt, Informationsblätter, etc.), Markttrends wie Online-Verkauf/FinTechs und InsureTechs sowie Kundenzufriedenheitsanalysen, aber auch Chancen des kleinen Einzelkämpfers und Marktdruck durch wachsende Vermittlerverbünde, Nachwuchs-, Nachfolge-Probleme.

Ein interessanter Streifzug durch (fast) alle wichtige Themen, die unsere Branche betreffen.

 

IVVA: Wie weit sind Ihre hausinternen Arbeiten zur IDD gediehen?

Dir. Loinger: Die internen Vorarbeiten verliefen sehr gut. Wir konnten pünktlich die Umsetzung der IDD vornehmen, um gesetzeskonform agieren zu können.

Nach einer branchenweiten FMA-Überprüfung der IDD-Prozesse im ersten Quartal dieses Jahres bekamen wir bereits positives Feedback, insbesondere zur Nachvollziehbarkeit und Dokumentation unserer Prozesse.

IVVA: Haben Sie Ihre Produktinformationsblätter und Zielmarktdefinitionen fertig? Wie erhalten diese die Vertriebler ?

Dir. Loinger: Die Produktinformationsblätter sind fertig und auch schon im Einsatz. Die Zielmarktdefinitionen wurden in die Produktbeschreibungen aufgenommen und allen Vermittlern online zur Verfügung gestellt.

IVVA: Wie unterstützen (schulen) Sie Ihre Vertriebsmannschaft hinsichtlich der Einhaltung der IDD-Bestimmungen?

Dir. Loinger: Die IDD-Bestimmungen sind fixer Bestandteil der Grundausbildung und der anschließenden Weiterbildung. Für den eigenen Außendienst haben wir im Offert-Tool unseres Online-Tarif-Rechners als Unterstützung den „IDD-Beratungsassistenten“, der den Mitarbeiter durch den Beratungsprozess führt. Derzeit prüfen wir die Möglichkeit, den Assistenten auch Agenten zur Verfügung zu stellen.

IVVA: Sie müssen laut IDD den Vermittler motivieren, das richtige Produkt an die Kunden zu vermitteln. Was tun Sie alles, um dieses Ziel zu erreichen?

Dir. Loinger: Wir informieren die Vermittler für welche Zielmärkte wir Produkte entwickelt haben. Das ist im Rechtsschutz überschaubar. Zum anderen fragen wir den Verkäufer in unserem IDD-konformen Beratungsprozess dezidiert, ob sich der potentielle Kunde im Zielmarkt befindet.

Dass der KFZ-Rechtsschutz nicht an jemanden verkauft werden sollte, der kein Auto besitzt, das wussten die Vermittler auch schon vor der IDD. Oder, dass man niemanden einen Berufs-Rechtsschutz verkauft, der nicht arbeitet, liegt auf der Hand.

IVVA: Wie überprüfen Sie, ob die Vermittler wirklich zielmarktkonform vermitteln?

[Inhalt ist gesperrt]
Entschuldigung – der komplette Inhalt ist nur für Mitglieder sichtbar!

Hier klicken, um sich als Mitglied einzuloggen >>
IVVA Mitgliedschaft jetzt beantragen >>