IDD Stellungnahme eingebracht (NL 26/18)

Der IVVA hat – trotz extrem kurzer Frist – wie 18 andere Institutionen auch, eine Stellungnahme zur geplanten Umsetzung der IDD für die selbständigen Vermittler eingebracht. So brachten sich etwa Arbeiterkammer, ÖGB, Rechnungshof, Finanzmarktaufsicht, Vereine wie IVVA und AFPA, sowie einzelne Unternehmer ein. Hier können Sie sich ansehen, wer aller – und wer nicht – eine Stellungnahme abgab:
https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXVI/ME/ME_00093/index.shtml#tab-Stellungnahmen

Der IVVA hat sich angesichts der kurzen Zeit auf 2 Themenbereiche konzentriert. Nämlich die Wiedereinführung einer Nebentätigkeit (bis zu 30 % der Haupttätigkeit). Hier befürchten wir Ungleichbehandlung (und fordern gleiche Rechte und Pflichte für alle Vermittler) und enormes Schadenspotential durch Fehlberatungen, zu Lasten von Kunden, aber auch des Gesamtmarktes (der immer auch für Fehler der schwarzen Schafe büßen muss. Und als zweiten Hauptkritikpunkt sehen wir die Auslagerung von jetzigen Gesetzesteilen auf – noch nicht existierende – Standesregeln, die später als Verordnung veröffentlicht werden sollen.

Zur Problematik des Nebenrechts verweisen wir auf unseren Beitrag von ca. 2 Wochen und die dortigen Überlegungen von RA Mag. Stephan Novotny:
IDD neu: Nebentaetigkeit ohne Ausbildung erlaubt, was sagt Mag. Novotny dazu?

Die kurze Stellungnahmen-Frist finden mehrere Stellungnahmen-Lieferanten bedenklich. Noch dazu als sich Österreich mit der Umsetzung vorher monatelang Zeit ließ und sogar die Vorgaben zum Gültigwerden (zuerst Feber 18, dann 1. Oktober 18) versäumte. Und dann bekommt der Markt nur noch ein paar Tage Zeit, unterbrochen von 2 Wochenenden und Feiertagen. Weiterlesen

Probleme mit Euroherc-Versicherung (NL 26b/18)

Haben auch Sie Kunden, die Probleme mit Euroherc haben?

Erhalten Sie Ihre Provision pünktlich?

Seit Monaten hört man von Problemen mit dem kroatischen KFZ-Versicherer Euroherc in Österreich, die schon hunderte Fälle umfassen soll. Wir fassen die diversen Berichte und Sendungen zusammen, informieren über die einzelnen Recherche-Ergebnisse und bitten Sie um Ihr Feedback.

Bereits im Sommer übte Gremialobmann Ernst in einer APA Aussendung, die man auf der WKO-Seite nachlesen kann (hier klicken…) heftige Kritik, weil die Schadenserledigung bis zu 90 Tagen dauern könne. Das sei „unzumutbar für Konsumenten und Kunden“. Es gebe schon einige hundert Fälle von dieser einen Versicherung in Österreich.

Nicht nur die Kunden würden sich erwarten, dass es wie üblicherweise nur wenige Tage bis zur Besichtigung eines beschädigten Fahrzeugs und der Schadenserledigung dauere. Auch für die Werkstätten sei es ein Problem, wenn ein havariertes Fahrzeug wochen- oder monatelang herumstehe.

Dass sich das Problem seither nicht gebessert hat, zeigen weitere Medienberichte im Herbst. DER STANDARD vom 21.10.18 betitelte seine Recherche mit „Nach dem Unfall. Wenn der Schaden zur Geduldsprobe wird“ und DIE PRESSE titelte „Unzumutbar“, das PROFIL „Schadenfroh“. Den Profil-Artikel können Sie auf der WKO- herunterladen und nachlesen. Und zwar hier…(bitte im Text ganz nach unten scrollen, dort finden Sie ein PDF des PROFIL-Artikels).

Und ebenfalls im Oktober strahlte die Konsumentensendung „Heute konkret“ 2 Beiträge aus, die konkrete Fälle schilderte, wo man 4 Monate auf einen Erstkontakt warten musste und nach 6 Monaten immer noch auf eine Abwicklung der Schäden warten würden. Die Sendungen können Sie sich auf Youtube ansehen:

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Anmerkung zum aktualisierten 2018-er MERKUR-Vertrag

Im November 2017 hat Merkur die bestehenden Agenturverträge gekündigt und einen neuen Vertrag ausgesandt. Diesen haben wir hier – kritischkommentiert…

Die Kritik fiel auf fruchtbaren Boden.
Merkur hat per Oktober 2018 einen überarbeiteten Vertrag vorgelegt. Diesen finden Sie unten anbei. Darin findet sich eine sehr positive Veränderung, aber auch eine weiterhin wirkende problematische Passage zur Löschverpflichtung.

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Dienstnehmerähnlichkeit? Neue Gefahr durch falsche Anwendung der DSGVO (NL 25b/18)

Der IVVA kämpft seit Monaten um faire Agenturverträge. Manche Versicherer haben die Datenschutzgrundverordnung DSGVO und IDD zum Anlass genommen, um neue Verträge oder Zusatzverträge auszusenden.

Der IVVA hat bereits 40 Verträge (zum Nachlesen hier klicken…) geprüft, beurteilt und mit Kommentaren hinsichtlich Abänderungsbedarf online gestellt.

Die Mehrzahl der Versicherer hat die DSGVO und IDD unserer Ansicht nach korrekt umgesetzt. Einige jedoch nicht. Leider zählen da einige der „Großen“ dazu.

Seit dem Sommer fällt uns eine Aktivität der Wirtschaftskammer auf (u.a. Newsletter am 16.8.), in der man sich mit der Sorge beschäftigt, die der IVVA bei den kritisierten Verträgen konkret aufgeworfen hat, nämlich dass die oft nach Beitragszahlern suchenden Gebietskrankenkassen die neuen Verträge zum Anlass nehmen, um eine Dienstnehmerähnlichkeit festzustellen.

Natürlich kann das ein Zufall sein, dass die WKO das Thema Dienstnehmerähnlichkeit genau dann aufgreift, wenn der IVVA kritisiert, dass so manche (vor allem die großen) Versicherer gerade die Rahmenbedingungen für das selbständige Versicherungsvermitteln komplett einschränken, manche könnten von Knebelung sprechen.

Wäre es ein Wunder, wenn die Sozialversicherung zu der Dienstnehmerähnlichkeits-Einstufung gelangt, wenn in den Agenturverträgen folgende Passagen stehen: Weiterlesen

IDD neu: Nebentätigkeit ohne Ausbildung erlaubt? (NL 25/18)

IDD: Nebentätigkeit ohne Ausbildungserfordernisse erlaubt? Wo bleibt da das „level playing field“, also das Prinzip „gleiche Rechte, gleiche Pflichten für alle“?

Vorige Woche war es endlich so weit. Das früher unter Wirtschaft firmierende Ministerium sandte den Umsetzungsentwurf für die IDD aus, mit dem die EU-Richtlinie in der österreichischen Gewerbeordnung umgesetzt werden soll. Zur Erinnerung: Eigentlich hätte die IDD bereits per 23.2.2018 umgesetzt werden müssen. Nur weil das nicht klappte, wurde uns von der EU eine Verlängerung bis 1.10. eingeräumt.

Vorbildlich pünktlich unterwegs war das Finanzministerium, das die IDD für den Angestellten-Bereich im VersVG schon vor einem Jahr umgesetzt hat. Damit sind die Rahmenbedingungen für die Versicherer bereits seit längerem fixiert. Womit immerhin eines der großen Ziele der IDD erreicht ist, nämlich die Anwendung der gleichen Regeln, unabhängig davon, über welchen Vertriebsweg die Produkte vermittelt werden. Erstmals sind also auch die Angestellten der Versicherungen (ebenso Banken) und auch Internetvertrieb genauso geregelt, wie die selbständigen Vermittler (etwa Makler, Agenten, Vermögensberater, etc.). Das Fachwort hierfür ist „level playing field“.

Nun liegt also der Entwurf vor, mit dem die IDD für die selbständigen Vermittler in österreichisches Recht umgesetzt werden soll.
Bereits beim schnellen Durchlauf sieht man Erwartetes, aber auch ein großes Problem auf die gesamte Branche zukommen. Weiterlesen

Anmerkung zum APK-Vertrag mit IDD und DSGVO

Geschätzte Mitglieder und Leser!
Wie haben bewusst, jeden uns vorliegenden Vertrag einzeln behandelt. Dadurch ergeben sich teilweise gleichlautende Kommentare. Es war uns wichtig, so klar als möglich die einzelnen Verträge zu beurteilen. Die Information und Sicherheit der betroffenen Agenturen soll im Vordergrund stehen.

APK hat einen neuen Courtagevertrag ausgesandt, der trotz neuer zusätzlicher Regelungen „dank DSGVO und IDD“ weiterhin vorbildlich, sowie trotzdem kurz und bündig ist. Die Sprache ist für „Eingelesene“ auch erfreulicherweise gut verständlich gewählt.

Besonders – positiv – auffällig ist, dass die APK die DSGVO richtig umsetzt und zu Recht erkannt hat, dass Agent keine Angestellten sondern Unternehmer sind.

DatenVERANTWORTLICHER? DatenVERARBEITER?

Agenten werden zu Recht im Punkt 5 als DatenVERANTWORTLICHE definiert und nicht als AuftragsVERARBEITER (wie das in manchen anderen Verträgen fälschlicherweise umgesetzt wurde). Wenn der Agent die Daten in das System des Versicherers eingegeben hat, gehen sie in Verantwortungsbereich der Versicherung über womit letztlich APK UND AGENTEN GEMEINSAM für die Daten VERANTWORTLICH sind.

IDD, Versicherungsvertriebsrichtlinie

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IDD: Was gilt nun? (NL 24/18)

IDD: Was kommt – was ist fix – was ist unklar?

Wenige Tage vor Inkrafttreten der IDD trafen sich alle relevanten Personen aus den zuständigen Ministerien und Aufsicht beim IDD Praxisdialog der AFPA. Dabei wurden jene Themen besprochen, die in Zukunft noch wichtiger werden, weil die Behörden darauf besonders Wert legen und das auch kontrollieren werden. Transparenz, Zielmarkt einhalten, Anreize versus Handeln im Interesse des Kunden, Informationsblätter, Beschwerdemanagement. All das und noch mehr (etwa, warum in Courtageverträgen von qualitativen Zielen die Rede ist) erfahren Sie unten anbei.

Eigentlich sollte seit 1.10. alles geregelt sein. Alle hatten bis zuletzt gehofft, dass Österreich doch noch vor Ablauf der Übergangsfrist einen Umsetzungsentwurf der IDD in Form einer adaptierten Gewerbeordnung erhalten würde. Doch weit gefehlt. Der zuständige Legist MMag. Stefan Trojer vom früher unter Wirtschaft firmierenden Ministerium meinte dazu beim AFPA IDD Praxisdialog, dass die finale Umsetzung auf politischer Ebene liegen würde.

Zur Erinnerung: Die IDD hätte bereits per 23.2.2018 umgesetzt werden müssen. Da dies nicht klappte, wurde uns von der EU eine Verlängerung bis 1.10. eingeräumt. Doch auch diese Frist verstrich und wir warten daher noch auf die Änderungen in der Gewerbeordnung, mit der die IDD für die selbständigen Vermittler in österreichisches Recht umgesetzt hätte werden sollen. Viel schneller war das Finanzministerium, das die IDD für den Angestellten-Bereich im VersVG umgesetzt hat. Und zwar mehr als pünktlich, nämlich schon vor einem Jahr. Damit sind – wie der zuständige Legist MMag. Dr. Martin Ramharter vom Finanzministerium klarstellte – die Rahmenbedingungen für die Versicherer bereits seit längerem fixiert.

Immerhin wurde damit bereits eines der großen Ziele der IDD erreicht, nämlich die Anwendung der gleichen Regeln, unabhängig davon, über welchen Vertriebsweg die Produkte vermittelt werden. Erstmals sind also auch die Angestellten der Versicherungen (ebenso Banken) und auch Internetvertrieb genauso geregelt, wie die selbständigen Vermittler (etwa Makler, Agenten, Vermögensberater, etc.).

Viele fragen sich nun: Wenn also die österreichische Umsetzung noch nicht komplett fertig ist, woran soll man sich nun halten?

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Hacker senden erpresserische E-mails aus (NL 24b/18)

Heute titeln die Salzburger Nachrichten mit „Hacker knacken Passwörter und fordern Geld“. Die Salzburger Polizei warnt davor, dass eine „großangelegte Welle organisierter Kriminalität im Internet“ offensichtlich von Deutschland nun auf Österreich übergreift.

E-Mail-Nutzer erhalten europaweit gerade ein E-Mail in dem in aggressiven Ton die „sofortige Überweisung von 5000 Dollar auf ein Bitcoin-Konto gefordert wird“. Der Schreiber gibt sich als Mitglied einer Hacker-Gruppe aus und gibt an, er hätte Zugriff auf zahlreiche Internet-Konten und Passwörter. Und auf dem PC sei auch ein Virus eingeschleust worden und man wüsste, dass man Pornoseiten besucht hätte, was mit der Webcam aufgezeichnet worden sei.

Die erpresserische Drohung bezieht sich also auf die Tatsache, dass der Hacker Benutzernamen und Passwort kenne, dass man den PC virenverseucht hätte und man die Kontakte des Empfängers vom Pornoseiten-Besuch informieren würde.

Die letzten beiden Drohungen könnte man vielleicht ignorieren, jene mit gehackten/gestohlenen Passwörtern sollte man aber auf jeden Fall ernst nehmen, auch weil Sie „dank DSGVO“ die Sicherheit der Daten von Kunden, Geschäftspartner, Mitarbeiter, etc. weitestgehend „garantieren“ müssen. Doch leider nutzen wir Menschen – aus Bequemlichkeit, aber auch weil man schon zahlreiche solche Kombinationen sich merken müsste – die gleichen Daten für zahlreiche Einsatzmöglichkeiten (Zugang zum PC, zu E-Mail-Konten, bei Amazon, beim Online-Banking, bei Finanz-Online, usw.).

Wie kann man leicht überprüfen, ob die eigene E-mail-Adresse jemals gehackt wurde? Und was sollte man dann tun? Und wie kommen die Hacker an unsere Daten? Weiterlesen

Anmerkung zum Kärntner-Landesversicherungs-Vertrag mit IDD und DSGVO

Geschätzte Mitglieder und Leser!
Wie haben bewusst, jeden uns vorliegenden Vertrag einzeln behandelt. Dadurch ergeben sich teilweise gleichlautende Kommentare. Es war uns wichtig, so klar als möglich die einzelnen Verträge zu beurteilen. Die Information und Sicherheit der betroffenen Agenturen soll im Vordergrund stehen.

Die Kärntner Landesversicherung hat einen neuen Agenturvertrag ausgesandt, der trotz neuer zusätzlicher Regelungen „dank DSGVO und IDD“ vorbildlich, sowie trotzdem kurz und bündig ist. Die Sprache ist für „Eingelesene“ auch erfreulicherweise gut verständlich gewählt. Beachten Sie aber die unten stehenden Pflichten!

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