Praxistipps zum Schutz Ihrer Kundendaten als Vorbereitung auf die Datenschutz-Grundverordnung (NL 14b/17)

„Wana Cry“ und die existenzbedrohenden Folgen (Strafen in Millionenhöhe drohen)!

Am 24. Mai 2016 ist die europäische Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) in Kraft getreten. Allerdings mit einer Übergangsfrist von 2 Jahren, damit sich die Länder und vor allem die Unternehmen darauf vorbereiten können.  D.h. die extrem strenge Datenschutz-Grundverordnung wird spätestens ab 25. Mai 2018 angewendet werden müssen. Darüber haben wir schon mehrmals berichtet (zuletzt hier…. Klicken zum Nachlesen…)

Damit kommt es zu gravierenden Änderungen. Zwei davon:
Die Strafen werden gravierend verschärft und die Meldepflichten an die Datenschutzbehörden fallen weg. Die neuen Regelungen gelten für alle Unternehmen, die Finanz- und Versicherungsbranche werden aber wohl besonders streng behandelt werden, weil wir sehr viele sensible Daten (Finanz, Gesundheit, etc.) der Kunden haben.

Große Unternehmen werden sich „einiges“ einfallen lassen müssen, Klein- und Mittelbetriebe sollten zwar auch Ihre Prozesse näher beleuchten, könnten aber mit der Befolgung einiger Praxistipps die größten Gefahrenquellen für „Daten-Verlust“ beseitigen.

Genau darum geht es heute in diesem Beitrag. Um weitere Aufgaben, wie etwa Datenschutz-Abwägungen, Datenschutzverantwortliche, Mitarbeiter-Schulung, etc. wird es in einem der nächsten Beiträge gehen.

Zu Beginn zu den zwei gravierenden Änderungen.

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VAV zu MFA, Online-Vertrieb und die „wahre Konkurrenz“ (NL 13b/17)

Vorige Woche erfuhren wir im ersten Teil des Interviews, wie VAV mit der Best-Leistungs-Garantie zur Absicherung von Kunden und Vermittler ein Ausrufezeichen am Markt setzt. Weiters äußerte sich Dr. Loisel kritisch zu den immer größer werdenden Maklergruppierungen, denn: „…manche Anbieter haben versucht, sich mit Dumping-Prämien die Gunst von Zusammenschlüssen zu sichern“. Ein Vorgehen, das bei der VAV nicht passieren kann: „Wir bieten in unseren beiden Kanälen ungebundener Vertrieb (Makler und Mehrfachagenten) und online unsere Produkte immer zum gleichen Preis an“. Zum Nachlesen des Beitrages klicken Sie hier: Absicherung für Vermittler und Kunden bei VAV (NL 12b/17)

Und nun geht es weiter mit dem 2. Teil des geführten Interviews:

IVVA: Bleiben wir gleich bei den Agenten: Wie geht es Ihnen mit diesem Vertriebsweg? Sind die Agenten bei VAV nach wie vor auf der Überholspur?

VAV, Loisel: Absolut. Die Agentenzahl wächst weiterhin bei der VAV. Im Verhältnis zu den Maklern sogar stärker. In konkreten Zahlen haben wir 830 Mehrfachagenten, die mit uns in aktivem Geschäftsbetrieb stehen.

IVVA: Suchen Sie weiterhin neue Agenten?

VAV, Loisel: Selbstverständlich. Unsere Tür ist mehr als offen, wir freuen uns weiterhin über neue Vermittler und behandeln alle gleich: Wie der IVVA auf seiner Homepage lobend hervorgehoben hat (Anmerkung Redaktion: Die Beurteilung des VAV-Vertrages finden Sie hier…) haben wir einen absolut fairen Agenturvertrag, der nicht zwischen Agent und Makler unterscheidet.

VAV, Klepp: Peter Loisel war und ist ein Promotor für die Mehrfachagenten. Ich darf daran erinnern, dass es noch nicht so lange her ist, dass andere Versicherer den Mehrfachagenten (MFA) abschaffen wollten. Weiterlesen

Absicherung für Vermittler und Kunden bei VAV (NL 12b/17)

IVVA: Danke für Ihre Einladung in Ihr Haus. Meiner Erinnerung nach saß ich noch nie mit 4 Personen bei einem Interview. Diese Bereitschaft in „voller Mannstärke“ dem IVVA für ein Interview zur  Verfügung zu stehen, freut mich natürlich sehr.

Darf ich – trotzdem auch Vorstand Loisel anwesend ist – den Einstieg mit Ihnen, Herr Kühberger beginnen. Sie sind der Leiter Privatgeschäft und Produktmanagement. Ich kann mich erinnern, dass Sie mir bei meinem letzten Interview mit der VAV avisiert wurden. Es werde bald – mit einem neuen Leiter – frischer Wind durchs Haus ziehen, hieß es damals.

Darf ich fragen, wie es Ihnen in den letzten Monaten ergangen ist? Haben Sie sich schon eingelebt?

Robert Kühberger, Leiter Produktmanagement

VAV, Kühberger: Danke, in den letzten Monaten in der VAV ist es mir sehr gut ergangen. Von den Kolleginnen und Kollegen wurde ich von Anfang an tatkräftig unterstützt und konnte mich so innerhalb kürzester Zeit einleben. Inhaltlich war die größte Herausforderung in den laufenden Produktentwicklungsprozess der Sparten Haushalt- und Eigenheim einzusteigen.

IVVA: Hat sich der frische Wind auch schon produktseitig niedergeschlagen? Und wenn ja, welche Vorteile bringen diese neuen Produkte den Kunden, aber auch den Vermittlern, also unseren Agenten? Weiterlesen

OGH: Dr. Breiter berichtet über weiteren Erfolg für Agenten! (NL 11/17)

Gastbeitrag von Dr. Gustav Breiter zum aktuellen OGH-Urteil:

Folgeprovisionen auch bei unbegründetem „Ausstieg“ des Versicherungsagenten

Dr. Gustav Breiter, Foto: Andreas Scheiblecker

Der erfahrene IVVA-Leser weiß bereits: Den Anspruch auf Folgeprovisionen eines Versicherungsagenten (VA) kann das Versicherungsunternehmen (VU) nicht ohne weiteres und keinesfalls gänzlich ausschließen. Sogenannte „Provisionsverzichtsklauseln“ wurden in der Allianz-Entscheidung als grundsätzlich sittenwidrig beurteilt.
Anmerkung Redaktion: Wie lange um diese Erkenntnis gekämpft werden musste und wie diese OGH-Entscheidung zustande kam, können Sie hier nachlesen:
Dr. Breiter zu sittenwidrigen Agenturverträgen
Sittenwidrig! Weiterer ERFOLG im Allianz-Prozess (NL18/14)
Urteil: Sittenwidrigkeit der Provisionsverzichtsklausel (NL 21/13)
Prozess gegen Allianz wegen Sittenwidrigkeit startet (NL 16/13)
Zwischenbericht zu Prozess Sittenwidrigkeit 100 % Provisionsverzichtsklauseln (NL 2/13)
Musterprozess zu Agenturverträgen wegen Sittenwidrigkeit (NL 60/12)

Der Gesetzgeber hat nachgezogen und für die Fälle ORDENTLICHER Kündigung nur, aber immerhin einen Anspruch auf 50% der Folgeprovisionen zwingend gestellt.

Bis jetzt war aber fraglich, was bei einer begründeten, fristlosen Kündigung durch das VU und bei unbegründetem sofortigen Austritt des VA gilt. Mag. Hohl, ein Jurist der Ergo- Versicherung hat dazu in einer Fachpublikation gemeint, dass in diesen Fällen doch kein Anspruch auf Folgeprovision zustehen könne. Wir hatten dem widersprochen. Auch das OLG Wien hat aber Anfang 2016 in einem Fall entschieden, dass bei begründeter sofortiger Auflösung durch das VU keine Folgeprovisionen zu zahlen seien.

Der OGH hat in einer Entscheidung vom 24. 3. 2017 eine für die Agentenschaft wichtige Klarstellung getroffen (9 ObA 19/17k).

Das Urteil können Sie hier nachlesen: 
OGH-Urteil zu Folgeprovision_9ObA19_17k_Maerz 2017

Was war passiert? Weiterlesen

AA: Vorsicht bei Beendigung eines Agenturverhältnisses! (NL 10/17)

Die Beendigung eines Agenturvertrages wird durch das Handelsvertretergesetz (HVertrG) geregelt. Für jeden Agenten, jede Agentin ist es wichtig, diese Regelungen auch zu kennen. Versuchen doch immer wieder Versicherungsunternehmen ihre eigenen Regelungen und Berechnungen zu erfinden.  Daher unser Tipp: Hinterfragen Sie die angebotenen Beträge und holen Sie sich Unterstützung. Sowohl die Wirtschaftskammern, als auch der IVVA stehen mit Rat gerne zur Verfügung.

Bei ordentlicher Kündigung des Vertragsverhältnisses durch den Versicherer, oder wenn die Tätigkeit des Vermittlers wegen seines Alters, Krankheit oder Gebrechen nicht mehr fortgesetzt werden kann. In diesen Fällen gebührt den Agenten( Agentin) ein Ausgleichsanspruch (AA) siehe zwingende Regelung § 24 und § 26 d HVertrG. Dieser Rechtsanspruch ist innerhalb eines Jahres geltend zu machen.

Ausgleichsanspruch(AA): Was steht dazu im Gesetz?

Die Höhe des AA beträgt eine Jahresvergütung, die aus dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre errechnet wird. Wobei hier alle Provisionen zu verstehen sind. Eine einfache Berechnungsart.

Komplizierter wird die Berechnung wenn die Folgeprovisionen herangezogen werden.


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RA Novotny: OGH zu Gefahren des täglichen Lebens (NL 10b/17)

RA Mag. Stephan Novotny

Heute beschäftigen wir uns mit den „Gefahren des täglichen Lebens“ und wie sie der Oberste Gerichtshof in seiner Entscheidung OGH 7Ob192/16k vom 25.01.2017 sie sieht bzw. definiert, was unter diesen Begriff fällt und wann die Privathaftpflichtversicherung zu zahlen hat.

Dazu haben wir Mag. Stephan Novotny um seinen Gastbeitrag gebeten. Er analysiert dieses Urteil und den versicherungsrechtlichen Begriff „Gefahr des täglichen Lebens“ und die Gefahr, selbst haftpflichtig zu werden.




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IDD: Zweiter Teil der wichtigen Punkte betr. Umsetzung (NL 9/17)

Vorige Woche haben wir mit der „Intensiv-Berichterstattung“ zum Thema IDD Umsetzung in Österreich begonnen, da sich die Branchenvertreter auf die Verhandlungen mit dem Wirtschaftsministerium vorbereiten, das für die Umsetzung der IDD in die Gewerbeordnung zuständig ist.

Den ersten Teil zur IDD finden Sie im Beitrag hier (zum Nachlesen klicken…), aber auch unter der Rubrik „Recht für Agenten & IDD“ (zur neu geschaffenen Kategorie geht es hier…).

Heute geht es im zweiten Teil um weitere wichtige Themen, nämlich „Haftungen, Sanktionen & Strafen“. Kommt die wirkliche Gefahr von den angedrohten Geldstrafen (bis zu 700.000 Euro oder bis zu 5% des Jahres-Umsatzes des juristischen Unternehmens) oder ist die schärfere Sanktion nicht etwa die „Veröffentlichung der Sünder“ und eventuell danach folgende Zivilklagen?

Ausblick: Im 3. Teil der Serie werden wir uns mit PRIIPs, also den Versicherungsanlageprodukten beschäftigen.


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IDD: Wichtige Punkte für die Umsetzung in Österreich (NL 8/17)

IDD: Rechtliche Ausgangsbasis, wichtige Punkte für die Umsetzung in Österreich

In den nächsten Wochen beginnen auf österreichischer Ebene die Verhandlungen zu den Umsetzungsdetails der Versicherungsvermittler-Richtlinie, die nun Versicherungsvertriebs-Richtlinie heißt. Die Eckpunkte sind fixiert, doch so manche Details noch nicht. Wir werden die Verhandlungen genau beobachten und Sie regelmäßig vom aktuellen Stand der IDD in der Rubrik „Recht für Agenten“ informieren.


Juristische Ausgangsbasis

Die IDD, (Abkürzung für Insurance Distribution Directive) also die neue EU Versicherungsvertriebsrichtlinie, wurde im Feber 2016 auf europäischer Ebene verabschiedet und muss bis 23. 2. 2018 europaweit in nationales Recht umgesetzt werden. Das ist das Prinzip von EU-Richtlinien.

Bis vor kurzem sprach man noch von der IMD 2 (Abkürzung für Insurance Mediation Directive, also der überarbeiteten Versicherungsvermittlerrichtlinie. Auf Grund des geänderten sachlichen Anwendungsbereiches wurde diese Richtlinie in IDD umbenannt.

Mindestharmonisierung


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