Ab 1.4.: Fragen-Antworten zum Arbeiten im Homeoffice (NL 9/21)

Seit heute gilt also die neue Home-Office-Regelung. Wir haben zahlreiche Unterlagen studiert (WKO, AK, Steuerberater, diverse Medien) und für Sie das Wichtigste zusammengefasst, damit Sie sich gut vorbereiten können.

Beim Arbeiten im Homeoffice tun sich viele rechtliche Fragen und Problemstellungen auf. Das soll nun ein neues Homeoffice-Gesetz regeln: Etwa:

Gibt es einen Anspruch oder Pflicht zum Arbeiten im Homeoffice? Was gilt als homeoffice? Gelten Unfälle als Arbeitsunfälle? Welche Arbeitszeiten gelten im Homeoffice? Darf der Chef oder Arbeits-Inspektor die Wohnung kontrollieren? Welche (digitalen) Arbeitsmittel muss das Unternehmen bereitstellen? Wer haftet für Schäden? Und wie sieht die steuerrechtliche Seite aus? Welche Ansprüche gibt es da?

Heute sehen wir wichtige „Einstiegs-Fragen“ näher an.
Nächste Woche
schauen wir uns mit RA Mag. Stephan Novotny die EDV- und Datenschutzrechtliche Sicht genauer an. Hier lauern nämlich Fallen, in die Sie besser nicht tappen sollten.
Und auch die
steuerrechtlichen Veränderungen fassen wir für Sie zusammen.


Heute beantworten wir:
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Vorständin Mag.a Eder zu Covid, News, IDD und DSGVO (NL 9b/21)

Mag.a Birgit Eder, Vorsitzende des ARAG-Vorstands; Foto ARAG

Interview mit Mag.a Birgit Eder, Vorstandsvorsitzende der ARAG Versicherung

Wie gut kam ARAG durch die Corona-Krise? Wie geht ARAG bei der täglichen Umsetzung von IDD und DSGVO vor? Was wird wie kontrolliert (Beratungsprotokoll, Zielmarkt-Einhaltung, Standesregeln, Weiterbildungsverpflichtung, etc.)? Welche Produkt-News und Services gibt es? Wie sollte man bei einem Hacker-Angriff vorgehen? Über diese und weitere Themen sprachen wir mit Mag.a Eder.

IVVA: Ich freue mich, dass Sie sich wieder die Zeit nehmen, um mit dem IVVA über aktuelle Themen und Neuheiten zu sprechen. Leider Corona-bedingt nicht wirklich als Gespräch, sondern via E-mail, was ich sehr schade finde, aber Sicherheit geht vor. Starten wir mit der Frage: Was hat sich bei Ihnen in den letzten Monaten geändert? Wie schlägt sich Corona bei Ihnen im Unternehmen nieder? Sind Mitarbeiter noch/wieder im Home-Office oder kehrte bereits wieder Normalität ein?

Mag.a Eder, ARAG: Selbstverständlich hat Covid-19 auch bei uns den Arbeitsalltag drastisch verändert. Die meisten von uns arbeiten nun seit einem Jahr im Homeoffice. ARAG hat als einzige Vertriebsschiene den ungebundenen Vertrieb. Die Betreuung unserer Vertriebspartner haben wir neben dem Telefon auch verstärkt mit Videokonferenzen durchgeführt.

IVVA: Konnten Sie während der letzten Monate den Kontakt zu den Kunden aufrechterhalten? Gab es Probleme? Wie reagieren die Kunden auf Corona? Akzeptierten die Kunden die „schlechtere Erreichbarkeit“ durch den Lockdown? Konnten Sie Ihre Beratungen komplett online abwickeln?

Mag.a Eder, ARAG: Im Leistungsbereich, wo die physische Anwesenheit normalerweise erforderlich ist – wie etwa bei der Inhouse-Mediation – wurde auf Videokonferenz umgestellt. Für uns war es wichtig gerade in dieser unsicheren Zeit die gewohnte Servicequalität auf hohem Niveau zu halten. Das ist uns auch gelungen.

IVVA: Es wird aber wohl auch Kunden geben, die noch nicht mit Web-Konferenz-Tools umzugehen gewohnt waren. Hatten Sie hier Probleme zu lösen? Gab es eigentlich mehr oder weniger Anfragen? Weiterlesen

Weiterbildung auch heuer nur via Webinaren? (NL 8/21)

Egal ob wir wieder vor dem nächsten Lockdown – und nur einer kurzen Oster-Ruhe – stehen: Corona wird uns noch länger begleiten.

Daher ist es wohl mehr als vernünftig, dass das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (ehemals Wirtschaftsministerium) die Ausnahme-Regelung vom Vorjahr verlängert hat.

Zur Erinnerung:
In den Lehrplänen der Agenten und Makler ist geregelt, dass mindestens 15 Stunden Weiterbildung pro Jahr zu absolvieren sind. Mindestens 50 % davon sind bei geeigneten und unabhängigen Bildungsinstitutionen zu absolvieren. Und im § 2 Punkt 3 steht, dass es ein „ausgewogenes Verhältnis“ zwischen Präsenzveranstaltungen und Online-Kursen, Webinaren, E-Learning-Einheiten zu wahren sei.

Doch schon im Vorjahr war man einsichtig, dass zum Schutz vor Ansteckung mit Corona auf Präsenzveranstaltung verzichtet werden KANN.
Achtung: Das ist keine Garantie, dass 100 % Webinare akzeptiert werden. Denn im Schreiben vom Vorjahr wurde bereits „kryptisch formuliert“, dass Weiterlesen

Warum besonders in der Krise auf Leasing setzen (NL 8b/21)

GF Walter Rimpl berichtet, dass gerade in Krisen-Zeiten das Instrument Leasing zur Finanzierung dringend notwendiger Investitionen in Anspruch genommen wird. Darüber hinaus lockt der Markt mit Aktionen und Rabatten, um das Geschäft wieder anzukurbeln. CHECKLEASING vergleicht für Sie und Ihre Kunden die Angebote am Markt, kümmert sich um die gesamte Abwicklung. Die Provision geht dennoch ungekürzt an die Vermittler. Daher sollte jeder Vermittler dieses Produkt nutzen, um Einnahmen zu lukrieren und den Kunden gegen abwerbewilligen Konkurrenten (Autohäuser übernehmen gerne auch die Versicherung…) zu schützen.

Ein neues – kostenloses – Erklär-Video hilft dabei.
Unser Tipp: Ansehen und auf die eigenen Webseite stellen, damit die Kunden und Interessenten wissen, dass Sie auch Leasing anbieten und kompetent mit Rat und Tat in diesem Bereich zur Verfügung.


Nun zum Interview mit Walter Rimpl, Geschäftsführer von Checkleasing:

Walter Rimpl, GF CHECKLEASING

IVVA: Ich freue mich, dass Sie sich wieder die Zeit nehmen, um mit dem IVVA über aktuelle Themen und Neuheiten zu sprechen. Leider Corona-bedingt nicht wirklich als Gespräch, sondern via E-mail, was ich sehr schade finde, aber Sicherheit geht vor. Starten wir mit der Frage: Was hat sich bei Ihnen in den letzten Monaten geändert? Und wie schaut die Vertriebs-Situation aus? War das Vorjahr ein gutes Jahr für Sie?

Rimpl: Das Jahr 2020 war im ersten Halbjahr vom Corona-Schock geprägt. Wir hatten eine Vielzahl von Stundungsanfragen und konnten allen unseren Kunden hierbei behilflich sein und alle durch diese schwierige Zeit begleiten. Übers Jahr gesehen konnten wir ausgebliebene Anfragen und Projekte aus dem ersten/zweiten Quartal wieder aufholen und hatten somit ein erfolgreiches Jahr zu verzeichnen.

IVVA: Wie schlugen sich die Corona-bedingten Lock-downs bei Ihnen im Unternehmen nieder? Waren oder sind Mitarbeiter (noch) im Home-Office oder kehrte bereits wieder Normalität ein?

Rimpl: Wir variieren Home-Office mit Präsenz im Office. Technisch sind wir so aufgestellt, dass wir ganz normal arbeiten können und unsere Partner und Kunden keinen Unterschied bemerken, egal von wo aus wir arbeiten.

IVVA: Sie sprachen anfangs von Stundungs-Anfragen. Gab es darüber hinaus Probleme? Wie schwer war es während der letzten Monate den Kontakt zu den Kunden aufrecht zu erhalten? Gab es Probleme? Oder haben Sie Beratungen einfach telefonisch abgewickelt? Wie halten Sie z.B. Schulungen ab? Weiterlesen

Warnung: Sicherheitslücke in Microsoft Exchange (NL 7b/21)

Die Fachgruppe UBIT warnt vor einer Sicherheitslücke in Microsoft Exchange, durch die auch tausende österreichische Unternehmen kompromittiert worden sein könnten und damit anfällig für Ransomware-Attacken oder Datendiebstahl sein könnten. Exchange ist auch in Österreich weit verbreitet, potentielle Opfer sind daher Ein-Personen-Unternehmen, genauso wie große Betrieben oder Behörden.

Zwar hat Microsoft relativ rasch einen Patch zur Verfügung gestellt, um die Sicherheitslücke zu schließen, dennoch nimmt man an, dass dies für viele Unternehmen zu spät erfolgte, weil die Angreifer die Schwachstelle bereits ausgenutzt hatten.

Was sollen Unternehmen jetzt tun?

Unternehmen, die den Patch noch nicht eingespielt, also die Sicherheitslücke noch nicht geschlossen haben, sollten dies dringendst tun. Falls dies nicht möglich ist, sollte das System umgehend vom Netz getrennt werden.

Auch wenn Unternehmen die Sicherheitspatches bereits eingespielt haben, könnte ein Angriff davor erfolgt sein. Unternehmen sollten anhand ihrer Logfiles unbedingt überprüfen, ob die Systeme kompromittiert wurden. Dazu sollten sie wohl Ihren IT-Dienstleister kontaktieren.

Denn: Denken Sie an die Datenschutz-Grundverordnung DSGVO:

Sollte in Ihr System „eingebrochen“ worden sein und es zur „Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten“ gekommen sein, muss eine Meldung an die Datenschutzbehörde (Art. 33 DSGVO) und eventuell auch eine Benachrichtigung betroffener Personen (Art. 34 DSGVO) erfolgen. Die Meldung an die Datenschutzbehörde muss binnen 72 Stunden erfolgen, nachdem dem Verantwortlichen diese Verletzung bekannt wurde!

Weitere Infos: Weiterlesen

Webseite aktualisiert? Update zu neuen Transparenzpflichten per 10.3. (NL 7/21)

Auf unseren Beitrag vor ein paar Tagen zum Thema „Offenlegungs-Verordnung“ bekamen wir zahlreiche Reaktionen. Viele schienen ob der „neuen Zusatzarbeiten“, die „einem keiner bezahlt“ im Unklaren zu sein, ob sich das alles „auszahle“ und sie künftig noch die von dieser Offenlegung betroffenen Produkte weiter vermitteln wollen/sollen.

Dazu wäre grundsätzlich zu sagen, dass die EU-Disclosure-Verordnung Rechtskraft erlangt hat. Man sie also nicht einfach ignorieren darf.
Und Fakt ist, dass das Thema Nachhaltigkeit (das die „zugrunde liegende Ursache“ für Taxonomie- und Offenlegungs-Verordnung der EU ist) nicht nur der EU ganz wichtig ist, sondern auch zu den Schwerpunkt-Themen der Finanzmarktaufsicht FMA gehört. Nachzulesen im Strategie-Papier der FMA für 2021, ab Seite 109. Und zwar hier: fakten_trends_strategien der FMA 2021
Weiters hört man, dass sich die FMA für die massenhafte Kontrolle von Webseiten eine künstliche Intelligenz angeschafft hat. Also darauf zu vertrauen, dass man ein Ignorieren von diesen Offenlegungs-Pflichten nicht merken werde, das wäre sehr leichtfertig. Ebenso sollten Sie bedenken, dass die FMA regelmäßig Versicherungs- und Wertpapierunternehmen auf die Einhaltung der Vertriebsbestimmungen prüft. Etwa veröffentlichte die FMA am 23.12.2021, dass man „Sanktionen gegen ein österreichisches Versicherungsunternehmen wegen Verstoßes gegen Versicherungsvertriebsvorschriften“ verhängt habe.

Wörtlich schreibt die FMA auf ihrer Webseite:
„Die österreichische Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) veröffentlich hiermit gemäß § 256a VAG 2016, dass sie gegen ein österreichisches Versicherungsunternehmen eine rechtskräftige Maßnahme gemäß § 275 Abs 1 Z 1 VAG 2016 zur Herstellung des rechtmäßigen Zustandes iZm den Vertriebsvorschriften des VAG 2016 und der Delegierten Verordnung (EU) 2017/2359 ergriffen hat. Diese Maßnahme umfasst iZm den gesetzlichen Informationspflichten und Wohlverhaltensregeln beim Versicherungsvertrieb nachstehende Anordnungen: die Erteilung einer hinreichend konkretisierten/individualisierten persönlichen Empfehlung im Rahmen der Beratungspflicht, die Aufzeichnung der Angaben des Kunden für den Wunsch-und-Bedürfnis-Test und die Zurverfügungstellung einer den gesetzlichen Vorgaben entsprechenden Eignungs-/Geeignetheitserklärung beim Vertrieb von Versicherungsanalageprodukten mit Beratung.“

Und klar ist: Wenn die FMA ein Versicherungshaus oder Wertpapierfirma prüft, darf sie ihre Prüfhandlungen auf Vermögensberater und Versicherungsvertreiber ausdehnen, die mit dem geprüften Produktgeber zusammenarbeiten. Sie sehen also, es führt kein Weg vorbei, sich mit den neuen Offenlegungspflichten zu beschäftigen.

Abraten möchten wir davon, sozusagen als „Not-Ausgang“ das Vermitteln von IBIP-Produkten einfach zu unterlassen. Denn wie schreibt Mag. Stephan Novotny in seinem vorwöchigen Beitrag zum Thema:
„ACHTUNG:
Als Makler oder Mehrfachagent sollte man sich diesen Schritt wirklich gut überlegen, ob man einen Kunden wirklich gut berät, wenn man das Thema Lebensversicherung komplett auslässt (weil man glaubt, sich dadurch diese mühsamen Offenlegungspflichten ersparen zu können).“

Daher können wir nur raten, sich mit dem Thema wirklich auseinander zu setzen und die eigene Webseite entsprechend zu aktualisieren!
Wir haben daher den vorwöchigen Beitrag noch um 2 weitere Quellen für Text-Bausteine ergänzt, die Sie sinnvoll finden könnten.
Alle weiteren Details finden Sie im Beitrag hier…

Zum Einstimmen ins Thema hier ein kurzes Video:

beste Grüße vom IVVA Team

Ab 10.3. neue Transparenzpflichten. Was tun? (NL 6/21)

Zwei neue Begriffe schwirren durch die Branche. Taxonomie- und Disclosure (Offenlegungs-) Verordnung. Beide Begriffe haben mit Nachhaltigkeit zu tun. Das ist einer der Schwerpunkte der EU-Tätigkeit im heurigen Jahr.

Wir erklären im heutigen Beitrag, was es mit diesen Begriffen auf sich hat und was Sie bis 10.3. tun müssen, um die neuen Transparenzpflichten zu erfüllen. Sofern Sie die betroffenen Produkte weiter vermitteln wollen.
Und haben auch Muster-Formulierungen für Sie, die Sie auf Ihre Webseite stellen können. Das soll den Rat Ihres „Haus-Juristen“ nicht ersetzen, aber ist sicher ein guter Einstieg in das Thema „Neue Transparenz-Pflichten“!

RA Mag. Stephan Novotny, Foto: Stephan Huger

Denn die EU-Offenlegungs-Verordnung verlangt von Versicherungsvermittlern und Versicherungsunternehmen auf der Homepage offenzulegen, wie sie mit Nachhaltigkeitsrisiken und deren Auswirkungen bei Versicherungsanlageprodukten umgehen werden.

Wir beantworten:

  • Wozu EU-Taxanomie-Verordnung?
  • Was ist „nachhaltig oder grün“?
  • Wozu EU-Disclosure- (Offenlegungs-) Verordnung?
  • WER muss offenlegen? Wer nicht? Welche Produkte sind betroffen?
  • Sie müssen offenlegen, was müssen Sie konkret tun?
  • Checkliste und Muster-Formulierungen für die einzelnen Punkte der Transparenz-VO.

Aufgrund der Komplexität des Themas können wir hier nur einen ersten Überblick geben und gehen konkret nur auf die Offenlegungs-Pflichten via eigener Webseite ein.
Beachten Sie aber, dass Sie auch vorvertragliche Informations-Pflichten haben und auch im Beratungsprozess das Thema Nachhaltigkeit berücksichtigen müssen.
Holen Sie sich daher von allen Ihren Produkt-Lieferanten alle relevanten Informationen und studieren Sie diese genau, um Ihre Kunden auch künftig korrekt beraten zu können.

Unten anbei folgt nun der Beitrag von RA Mag. Stephan Novotny:

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Faire Agenturverträge: Prüfen Sie Ihren eigenen! (NL 5/21)

In Corona-Tagen findet man sicher Zeit, sich mit seinem Agenturvertrag näher zu beschäftigen. Ein Aufwand den wir nur empfehlen können.

Das selbständige Gewerbe des Versicherungsagenten (Vertreter-HVertrG) benötigt, um ausgeübt werden zu dürfen, mit einem Versicherungsunternehmen oder einer Versicherungsagentur einen entsprechenden Partnervertrag (Agenturvertrag, Courtage, Vereinbarung).

Dieses Vertragswerk legt fest, unter welchen Bedingungen über die festgelegten gesetzlichen Bestimmungen (HVertrG) hinaus, die Zusammenarbeit stattfinden wird. Die Zustimmung zu einem privatrechtlichen Vertrag sollte man nur dann geben, wenn man mit dem Inhalt auch zufrieden sein kann. Leider ein Umstand, der sehr oft in der Praxis nicht gegeben ist, wie regelmäßige Anfragen beim IVVA zeigen.

Daher haben wir eine eigene Rubrik „Agenturverträge“ auf der IVVA-Webseite (hier klicken…) geschaffen, wo Sie fast 50 Agenturverträge finden, mit Kommentaren, welche Passagen günstig, welche bedenklich oder ungünstig für Sie sind. Denn:
Ein Vertragswerk das man weder gelesen oder zwar gelesen aber nicht in all seinen Konsequenzen verstanden hat – zu unterschreiben – ist im höchsten Maße grobe Fahrlässigkeit!

Um Sie „problembewusster“ zu machen, beschäftigte sich eine große Zahl unserer Beiträge in den letzten Jahren mit dem Thema Agenturverträge: Etwa:

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WhatsApp nicht beruflich nutzen! Alternativen? (NL 5b/21)

Datenschützer warnen bereits seit Jahren vor Datenkraken wie WhatsApp oder Facebook. Doch mit der Ankündigung von WhatsApp ab 8.2. veränderte Nutzungsbestimmungen einsetzen (und damit auch ganz offiziell Daten im Konzern – also auch an Facebook – weitergeben) zu wollen, hat man das Fass der geduldigen Nutzer zum Überlaufen gebracht. Und Millionen sind geflüchtet. Aber wohin?
Übrigens im obigen Satz steht ganz bewusst „Nutzer“ und nicht „Kunde“. Denn bei Datenkraken sind SIE nicht der Kunde, sondern die Ware. Das ist auch der Grund, warum diese Produkte – scheinbar – nichts kosten. Weil nämlich Ihre Daten (und die aller Personen auf Ihrem Handy, Smartphone, etc.) das Wertvolle sind.

RA Mag. Stephan Novotny, Foto: Stephan Huger

Nach der WhatsApp-Ankündigung hat der auf Versicherungs- und Datenschutzrecht spezialisierte Anwalt Mag. Stephan Novotny gleich im ersten IVVA-Newsletter des Jahres an seine oftmalig geäußert Ablehnung von social media-Tools erinnert und die Gefahren im Falle einer beruflichen Nutzung erläutert. Zum Nachlesen seines Beitrags hier klicken…

Nach dem Beitrag von Mag. Novotny erhielten wir mehrmals die Frage, wohin man nun wechseln solle, um DSGVO-safe zu sein. Das beantworten wir unten anbei und haben Ihnen auch interessante Links zum Weiterlesen zusammengestellt. Vorerst sehen wir uns aber an, was seit Anfang Jänner passiert ist.

Seit damals hat nämlich WhatsApp versucht zu retten was noch geht, denn Millionen Nutzer haben sich verabschiedet: So verschob man die Änderung der Nutzungsbestimmungen auf 15. Mai und startete weltweite Werbewellen. Speziell in Europa wurde – ausgerechnet – auf die DSGVO verwiesen und dass man deshalb ja gar keine Daten nützen dürfe…
Der STANDARD zitierte eine WhatsApp-Aussage laut APA: Bis zum 15. Mai wolle man aktiv gegen „Missinformation“ ankämpfen.

Aber: Schon die Logik lässt viele an dieser Aussage zweifeln: Denn wenn WhatsApp keine Daten nutzen wolle, warum verlange man dann die ausdrückliche Einwilligung zu neuen Nutzungsbestimmungen, in denen ganz klar auf diese Nutzung im Konzern verwiesen wird?

Und auch Datenschützer lassen sich so nicht besänftigen:

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Wann und wie Kunden und Interessenten kontaktieren? Teil 3 (NL 4/21)

DSGVO: Marketing-Einwilligung nötig? Cold Calling? Bestandsbetreuung noch erlaubt?

Immer wieder erhalten wir Anfragen, was nun noch erlaubt sei. Darf man langjährige Kunden überhaupt noch per Mail kontaktieren? Verlangt der eine oder andere Versicherer zurecht von den Vermittlern, dass sie eine Marketing-Einwilligung aller Ihrer Kunden einholen und vorlegen müssen?

 

Mag. Stephan Novotny, Foto Stephan Huger

Wir haben uns daher gemeinsam mit RA Mag. Stephan Novotny verschiedene Fälle aus der Praxis angesehen: Es macht natürlich einen großen Unterschied, ob es sich um Neu-Kunden-Akquise oder Bestandskunden-Betreuung handelt und um welches verwendete Medium es sich handelt.

Im ersten Teil dieses Praxis-Beitrags hatten wir uns angesehen, was das Telekommunikationsgesetz, kurz TKG von Ihnen verlangt. Dieses Gesetz regelt schon seit langem, unter welchen Bedingungen Sie jemanden anrufen, anfaxen, anmailen dürfen. Zum Erinnern: Briefschreiben geht immer, bei FAX und E-Mail droht das Cold Calling-Verbot. Details dazu können Sie im 1. Beitrag (hier klicken…) nachlesen!

Im zweiten Teil sahen wir uns näher an, unter welchen Bedingungen Sie laut DSGVO Kunden und Interessenten kontaktieren dürfen und wann nicht. Was ein Urteil in diesem Zusammenhang zum Thema „Zusatzprodukt/zusätzliche Dienstleistung“ vorschreibt. Was konkludente Zustimmung, Kalt-Akquise, Cold Calling in der Praxis bedeuten und ob nun Marketing-Einwilligungen nötig sind oder nicht. Und wann berechtigtes Interesse vorliegt. Zum Nachlesen klicken Sie hier…

Im heutigen 3. Teil beantworten Ihre eingelangten Fragen zu den ersten beiden Teilen und sehen uns dazu auch 2 Urteile des EuGHs an:

Frage 1: Kalt-Akquise wird heutzutage nicht mehr nur über Telefon oder E-Mail betrieben, sondern in erster Linie über Social Media. Gängige Praxis ist, man befreundet sich mit jemanden bei Facebook, Instagram, etc. und schickt demjenigen – nachdem er die Freundschaft angenommen hat  – eine PN (private Nachricht) in der man dann sein Produkt oder seine Dienstleistung anbietet. Fällt das auch unter Cold Calling, also das Verbot von Kalt-Akquise nach dem Telekommunikationsgesetz? Und was sagt die DSGVO dazu?

Frage 2: Viele Finanzdienstleister und Versicherungsvermittler machen auch auf ihren Social Media-Kanälen Werbung für sich selbst und die eigenen Dienstleistungen. Ist das eigentlich DSGVO konform?

Zusatz-Frage: Ich hab einen Social Media-Account und gehe gezielt auf Kundenfang, in dem ich fremde Leute eine Freundschaftsanfrage sende und wenn sie diese angenommen haben, schreibe ich ihnen eine private Nachricht und biete in unaufgefordert mein Produkt/Dienstleistung an.

Frage 3: Viele Finanzdienstleister und Versicherungsvermittler haben oft auch noch ein anderes Gewerbe (Bsp. Immobilienmakler, aber auch ganz andere Gewerbe), wie sieht es hier aus?
Wenn ich zB einen Kunden aus meiner Tätigkeit als Immobilienmakler habe, kann ich ihn dann wegen Finanzprodukten (ähnliche Dienstleistung, obwohl anderes Gewerbe) anschreiben?

Haben Sie auch auch Fragen, dann senden Sie diese an redaktion@ivva.at

Hier folgt nun der Input von Mag. Stephan Novotny:

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